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2 (1859)
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Achtunddreissigstes Kapitel. Chromeisenstein.

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Siebenunddreissigstes Kapitel.

C h 1 o r s i 1 b e r.

Man zersetzt das Chlorsilber mit reinem Zink, filtrirt und wäschtaus. Im Filtrate stumpft man die freie Säure mit reinem kohlensauremNatron ab, bis die ersten Flocken kohlensauren Zinkoxyds bleibend nie-derfallen. Man setzt chromsaures Kali zu und bestimmt den Chlor-gehalt mit Zehent-Silberlösung.

Das metallische Silber kann man wägen, oder man löst es in Salpe-tersäure, dampft zur Trockne ab, und bestimmt das Silber mit Zehent-Kochsalzlösung, chromsaurem Kali und zuletzt mit Zelient-Silberlosung.

Acutunddreissigstes Kapitel.

Chromeisenstein.

Dieses Mineral, welches der Rohstoff zu den im Handel vorkom-menden chromsauren Salzen ist, kann leicht auf seinen Gehalt an Chrom undEisen geprüft werden. Zunächst bedarf es einer äusserst feinen Pulveri-sirung, welche im Achatmörser geschehen muss, ehe man mit der Auf-schliessung vorgeht. Diese findet im Platin- oder Silbertiegel statt. ImPlatintiegel wendet man kohlensaures Natron, im Silbertiegel Aetzkalioder Natron an. Nach beiden Weisen kann man das Mineral vollständigaufschlössen. Was durch das Aetzkali an chemischer Kraft geleistet wird,kann im Platintiegel durch die höhere Temperatur ersetzt werden.Das Chrom geht als Chromsäure in Lösung. Die Chromsäure wird nachI, S. 239 am leichtesten durch das Eisendoppelsalz bestimmt. Man über-sättigt die filtrirte, verdünnte und erkaltete Lösung des chromsauren Kalismit Schwefelsäure, und wirft aus einem tarirten und mit Eisendoppelsalzgefüllten Gefässe mit einein Löffelchen kleine Mengen dieses Salzes indie saure chromsaure Lösung, bis die Farbe durch viele Abstufungenvon Gelb, Braun und Grünlichbraun in reines Smaragdgrün übergegan-gen ist Man bestimmt nun auf der Wage durch zugelegte Gewichtedie Menge des verbrauchten Doppelsalzes. Da es aber jedenfalls in einemkleinen Ueberschuss angewendet worden, so bestimmt man diesen durchChamäleon. Die verbrauchten CC. durch den Tagestitre dividirt gebendas überschüssige Eisensalz, welches, von der angewendeten Menge abge-zogen, das zur Reduction der Chroinsäure gebrauchte giebt. Dieses mit

Mohr's Titrirbucb. II. Abthlg