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2 (1859)
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Sechster Abschnitt. Angewandter Theii,

übersättigt, erforderte 20,3 CC. derselben Cyankaliumlösung. Obige

70 CC. Cyankaliumlösung durch 20,8 dividirt sind gleich 0,3448 Grm.

= 34,48 Proc. Kupfer.,

Die Formel des Kupferkieses erfordert 34,55 Proc. Zugleich er-

4,5sieht man, dass der zweiten Fällung alleinJ = 0,022 Grm. = 2.2 Proc.

20,o

Kupfer entsprechen, die ohne sie der Analyse entgangen wären.

Um das Eisen zu bestimmen, löst man den Niederschlag von Eisen-oxyd in Salzsäure und bringt die ausgewaschene Flüssigkeit auf Zink.worauf man mit Chamäleon bestimmt. Kupferkies gab in zwei Analysen29,83 und 30 Proc. Die Formel fordert 30,54 Proc. Eisen.

Eine andere sehr einfache Methode der Bestimmung des Kupfersbesteht in der Ausscheidung desselben aus der salzsauren Lösung durchZink und Wägung des metallischen Kupfers. Aus der überstehendenFlüssigkeit kann ohne Weiteres das Eisen durch Chamäleon bestimmtwerden. Da die Kupferbestimmung keine maassanalytische ist, so kannsie hier übergangen werden. Eine genaue Beschreibung des Verfah-rens findet sich in den Annalen der Chemie und Pharmaeie. Bd. 96,S. 215.

Der Kupferkies kann auch im feingepulverten Zustande durchSchmelzen mit 10 bis 20 Theilen sauren schwefelsauren Kalis aufge-schlossen werden. Der Schwefel entweicht als solcher und verbrenntmit blauer Flamme am Rande des Tiegels.

Einunddreissigstes Kapitel.

Kupfer und Zink.

Messing, Tombak, Similor.

Zur Trennung und maassanalytischen Behandlung dieser beidenMetalle lassen sich mehre Methoden anwenden.

Will man das Kupfer allein bestimmen, so verfährt man nach derfolgenden Art.

Die gewogene Legirung löst man in einer zu bedeckenden Porzel-lanschale in Salzsäure, der man in kleinen Mengen Salpetersäure bis zurvollständigen Lösung zufügt. Man dampft sogleich ab, um die Salpeter-säure zu zerstören. Aus der gelösten Kupfer- und Zinkchloridlösungfällt man das Kupfer mit reinem Zink und kann das metallisch ausge-schiedene Kupfer gewaschen und getrocknet wägen, in welchem Falle eskeine maassanalytische Methode wäre; oder man löst das noch nasseKupfer in Eisenchlorid und bestimmt das gebildete Eisenchloriir nachFleitmann (I, S. 363).