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Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.
Genüge. Hätten die Zahlen unter sich gestirnint, so hätte sich ein em-pirisches Verhältniss feststellen lassen. Da aber dies so wenig, als dasrichtige atomistische Verhältniss eintraf, so musste die Sache fallen ge-lassen nnd bis auf bessere Zeiten zurückgelegt werden.
Seehsundzwanzigstes Kapitel.
Eisenvitriol mit Kupfervitriol.
1) Man oxydirt das Eisen durch Kochen mit Salpetersäure und fälltmit überschüssigem Ammoniak. Filtration. Man löst das Eisenoxydvom Filtrum mit warmer verdünnter Salpetersäure, und fällt noch ein-mal mit überschüssigem Ammoniak. Die beiden Filtrate vereinigt manund beatimmt das Kupfer mit Cyankalium (II, S. 91). Das Eisen be-stimmt man aus einer neuen Portion des Salzes, indem man dann die Be-handlung mit Zink entbehren kann.
2) Man fällt das Kupfer mit Zink und wägt das getrocknete Pulver;im Filtrate bestimmt man das Eisen durch Chamäleon.
Siebenundzwanzigstes Kapitel.
S c h w e f e 1 e i s e n.
Einfach-Schwefeleisen löst sich in Salzsäure zu Eisenchlorür unterEntwicklung von Schwefelwasserstoff. Ist dem Einfach-Schwefeleisenmetallisches Eisen beigemengt, so enthält das entwickelte Gas nebenSchwefelwasserstoff' reinen Wasserstoff. Ist Doppelt-Schwefeleisen vor-handen, so bleibt dasselbe als schwarzer Rückstand ungelöst zurück. Aufdiese Thatsachen gründet sich die maassanalytische Bestimmung der bei-den Bestandteile des Schwefeleisens, und zwar wird das Schwefeleisenin Salzsäure gelöst, und das Gas durch gemessene Mengen von Jodlö-sung hindurchgeleitet; der Ueberschuss der Jodlösung wird durchzehent-unterschwefligsaures Natron bestimmt. Das gebildete Eisenchlorürwird mit Chamäleon gemessen.
• Das Schwefeleisen (0,5 Grm.) wird im Stahlmörser möglichst ver-kleinert und in ein etwas grösseres Proberöhrchen gebracht, welches durcheinen Kork mit enger Gasleitungsröhre geschlossen ist. Man giesst eineüberschüssige Menge starker Salzsäure hinzu, verstopft augenblicklichund führt die Entwicklungslehre in das vorbereitete Gemenge von Jodlö-