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2 (1859)
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201
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Neunzehntes Kapitel. Ackererde. 201

öffnet man den Quetschhahn von d, damit hier Luft eindringe. Manmuss deshalb die Röhre d vorher vollkommen auslaufen lassen.

Will man die ganze Menge des in der Dammerde enthaltenen ver-bundenen Stickstoffs als Ammoniak bestimmen, so zerreibt man 10 Grm.Erde mit ebensoviel Natron-Kalk innig in einem Mörser, füllt sie raschin eine kleine Verbrennungsröhre und entwickelt das Ammoniak in be-kannter Art nach Varrentrapp und Will. Man fängt es in Salzsäureauf, verdampft zur Trockne und bestimmt das Chlor des Salmiaks mitchromsaurem Kali und Silberlösung.

5) Schwefelsäure.

10 Grm. Erde befeuchtet man mit einer concentrirten Lösnng vonSalpeter und kohlensaurem Natron, trocknet sie ein und glüht sie imPlatintiegel. Man weicht mit destillirtem Wasser auf, wäscht vollkom-men aus, übersättigt schwach mit Salzsäure und dampft ziemlich starkein. Man fällt mit Chlorstrontium (II, S. 125), zersetzt den gewasche-nen schwefelsauren Strontian mit kohlensaurem Natron und titrirt dengewaschenen kohlensauren Strontian mit Normalsalpetersäure und Kali.Man kann auch mit Baryt fällen und den gewaschenen schwefelsaurenBaryt in gewöhnlicher Art durch Glühen und Wägen bestimmen.

Der Zusatz des Salpeters dient zur Verbrennung der organischenBestandtheile. Ohne denselben brennt sich die Erde mit kohlensauremNatron schwarz.

6) Alkalien.

Man schliesst die Ackererde mit kohlensaurem Baryt und Chlorba-ryum im Platintiegel in starker Hitze auf, pulvert die geschmolzene Masseund fällt sie vollständig mit reinem und kohlensaurem Ammoniak. Manflltrirt, dampft in einer Platinschale zur Trockne und vertreibt den Sal-miak durch Glühen. In jedem Falle nimmt man jetzt eine Wägung derSchale mit Inhalt vor, um das Gewicht des Inhaltes zu erfahren. Eskommt nun hierin ganz allein auf den Kaligehalt an, da sich die Natron-salze als zur Vegetation ganz unwirksam gezeigt haben. Das sicherstebleibt, den Rest mit Chlorplatin und Weingeist zu fällen und das Chlor-platinkalium nach Gewicht zu bestimmen. Sonst kann man auch denganzen Chlorgehalt mit Zehent-Silberlösung bestimmen und das Kali nachII, S. 60 berechnen. Man muss sich aber überzeugen, dass keine Bit-tererde im Rückstände ist, welche von kohlensaurem Ammoniak nichtgefällt wird.