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2 (1859)
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174
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Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.

nasche ab, indem man sie aus der Kautschukröhre zieht, und neigt dieAus/Iussröhre an der Woulf'sehen Flasche, bis sie auf dem Niveau derWasserfläche steht und einige Tropfen Wasser ausfliessen. Die Luft inder Flasche hat nun atmosphärischen Druck; die Ausflussröhre ist vorund nach dem Versuche ganz mit Wasser gefüllt. Das eigentliche Maassdes Druckes ist das Niveau des Wassers in der Trichterröhre. Da dieseinmitten des ganzen Wasserspiegels steht, so kann man sehr scharf able-sen. Die Empfindlichkeit des Apparates ist so gross, dass wenn man beigehörigem Schlüsse die Hand nur in die Nähe der Flasche hält, schoneinige Tropfen Wasser nach kurzer Zeit ausfliessen. Zur Entwickelungder Kohlensäure nimmt man eine mit soviel Wasser verdünnte Salzsäure.dass sie nicht mehr raucht. Man löst die gekrümmte Kautschukröhreund saugt bei offen gehaltenem Quetschhahne die Salzsäure in diedazu bestimmte Röhre, und zuletzt noch etwas Luft, dass die Spitze derRöhre im Glase nicht mit Salzsäure, sondern mit Luft gefüllt ist. In dieKochflasche bringt man jetzt den gewogenen Körper, welcher untersuchtwerden soll. Man verbindet die Kautschukröhre wieder mit der in dieEntwickelungsflasche hineinreichenden Luftröhre, setzt den Kork mitWasser befeuchtet fest auf, verbindet den Apparat mit dem Gasbehälterund lässt nun die Salzsäure durch kurzes Oeflnen des Quetschhahns all-mälig auf die Substanz fliessen. Es fliesst nun sogleich Wasser aus derWoulf sehen Flasche aus, welches man in Litretlaschen oder 500 oder300 CC. Flaschen auffängt. Nachdem die Gasentwickelung beendigtist, was man daran erkennt, dass beim Zulassen von Salzsäure und Schüt-teln kein Wasser mehr ausfliesst, stellt man den Druck der Luft im Gas-behälter wieder auf atmosphärischen , indem man die äussere Röhre solange neigt, bis die Flüssigkeit der inneren Röhre wieder genau im Ho-rizont der Flüssigkeit der Flasche steht. Als Messflüssigkeit kann maneine concentrirte Lösung von Kochsalz, Chlorcalcium oder Chlorzinknehmen, oder noch besser reines Wasser mit einer dünnen Schichte Man-delöl bedeckt.

Es kommt nun auf die genaueste Messung des ausgeflossenen Was-sers an. Zu diesem Zwecke lässt man aus einer gut getheilten Quetsch-hahnbürette Wasser in die geaichte Flasche fliessen, bis diese bis zur Markeim Halse gefüllt ist. Das aus der Bürette ausgeflossene Wasser ziehtman vom Gehalte der gemessenen Flasche ab, um das V^olum des ausge-flossenen Wassers zu erhalten. In diesem ist eine kleine Menge enthal-ten, welche nicht dazu gehört, nämlich diejenige, welche das innereTrichterrohr auf die Höhe füllte, um welche der Wasserspiegel in derWoulf'sehen Flasche gesunken ist. Dieser Fehler ist sehr klein, undnur bei absoluten Messungen zu beachten. Lei allen Messungen nacliArt des Titrirverfahrens ist er proportional der Menge des ausgeflosse-nen Wassers und also in beiden Angaben gleichmässig enthalten. Alankann ihn corrigiren, wenn man sich ein Stück der inneren Köhre zurSeite »elegt hat. und dies ebenso hoch von dem ausgeflossenen Wasser