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2 (1859)
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143
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Drittes Kapitel. Pottasche. 143

Man füllt mit einer überschüssigen gemessenen Menge von Normal-chlorbaryum, dann mit kohlensaurem Ammoniak, erwärmt, filtrirt, undbestimmt den im Niederschlage enthaltenen kohlensauren Baryt mit Nor-malsalpetersäure und Normalkali. Zieht man die verwendeten Cubikcen-timeter Normalsalpetersäure, nachdem bereits das Normalkali abgezogenist, von den Cubikcentimetern Chlorbaryumlösung ab, so giebt der Restder Cubikcentimeter, nach Nr. 36 der Tabellen, die wasserleere Schwe-felsäure, oder mit 0,08711 multiplicirt das schwefelsaure Kali.

Chlor.

Man wägt 1 Grm. Pottasche ab, löst in heissem Wasser, filtrirt undsüsst aus. Im Filtrat sättigt man das kohlensaure Kali mit Salpetersäurebis die Flüssigkeit nur noch schwach alkalisch ist, setzt einige Tropfenchromsaure Kalilösung zu, und bestimmt das Chlor (nach II, S. 15) mitZehentsilberlösung. Zur Berechnung dient die Nummer 95 der Tabellenauf Chlor, oder Nummer 117 (II, S. 10) auf Kochsalz, als welches dasChlor in der Pottasche angenommen wird.

Kieselerde kann nur nach Gewicht bestimmt werden. Man über-sättigt eine gewogene Menge Pottasche mit Salzsäure, dampft zur Trockneein, löst in Salzsäure und bestimmt die Kieselerde nach dem Verbrennendes Filters in bekannter Weise.

Kalk und Bittererde.

In der Pottaschenlösung ist etwas Kalk enthalten; derselbe kannnicht aus der alkalischen Lösung mit Kleesäure gefällt werden, sondernman muss erst das Kali mit Essigsäure abstumpfen. Der klee3aure Kalkkann mit Chamäleon bestimmt werden.

Die Hauptmenge des Kalkes ist in dem in Wasser unlöslichen Resteenthalten.

Man löst denselben in Salzsäure durch Kochen auf, wobei Eisen-und Manganoxyd ebenfalls gelöst werden, versetzt mit Ammoniak umdas Eisenoxyd zu fällen, filtrirt vom Eisenoxyd ab und fällt den Kalkmit kleesaurem Ammoniak. Der gewaschene, kleesaure Kalk wird mitChamäleon auf seine Kleesäure (I, S. 18G) gemessen. Im kleesaurenKalk ist der Wassergehalt wandelbar, aber nicht die Kleesäure.

Die Verbindung ist immer neutral.

Aus dem Filtrate vom kleesauren Kalke fällt man die Bittererde mitphosphorsaurem Natron und bestimmt sie dem Gewichte nach.

Eisenoxyd.

Der Eisenoxydniederschlag aus der vorigen Bestimmung wird vomFiltrum mit warmer Salzsäure gelöst, in die Zinkflasche filtrirt, und nachder Reduction zu Oxydul mit Chamäleon gemessen (I, S. 157).