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2 (1859)
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70
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70 Vierter Abschnitt. F'ällungsanalysen.

0,5 Grm. reines Quecksilberoxyd gab in 4 Versuchen:

1) 49,8 CC. Kaliumeisencyanidlösung.

2) 50,6

3) 51,2

4) 50,0

Mittel: 50,4

und diesen entsprechen 0,544 Grm. statt 0,500 Grm. Es geht daraushervor, dass die normale Lösung nur mit einer bedeutenden Correctionbrauchbar ist, indem man für 1 CC. der Cyanidlösung 0,00992 Grm.Quecksilberoxyd statt 0,010805 Grm. rechnen miisste. Die Methodeist also nicht zu empfehlen.

Neuntes Capitel.

Zink.

a) Mit Kaliumeisencyanid nach Kieffer.

Ueber die maassanalytische Bestimmung des Zinks, vorzugsweisezu hüttenmännischen Zwecken, liegen zwei Methoden vor, welche mirin Folge des Erscheinens des ersten Theiles dieses Werkes freundlichmitgetheilt wurden. Die erste ist von Herrn Ludwig Kieffer in Gott-madingen, und die zweite von Herrn Max Schaffner in Moresnet beiAachen.

Die Bestimmung des Zinkoxydes nach Kieffer gründet sich aufseine Fällung aus saurer Lösung durch Kaliumeisencyanid. Der gelb-lich grüne Niederschlag setzt sich nur sehr schwer ab. Man kann alsodas Ende der Operation nicht daran erkennen, dass kein-Niederschlagmehr entsteht, sondern durch Nachweisung eines Ueberschusses desFällungsmittels. Dieses geschieht, wie bei der Bestimmung des Queck-silberoxyds, durch denselben Körper mittelst einer Tüpfeloperation.Das Kaliumeisencyanid giebt mit Eisenoxydulsalzen bekanntlich einenblauen Niederschlag. Das gefällte Zinkeisencyanid wird aber ebenfallsdurch Eisenoxydulsalze blau gefärbt, und es muss dieser Niederschlagvorerst entfernt werden. Dies geschieht durch Aufsetzen eines Tropfensder trüben Flüssigkeit und eines Tropfens einer Eisenoxydullösung nebeneinander auf Filtrirpapier, so dass die wässerigen Ränder beider Tropfenin einander laufen. Diese Reactionsmethode ist zuerst von Brunn-quell (Dingler's polyt. Journal. Bd. 129, S. 363) angegeben, vonKieffer aber ebenfalls, ohne von dieser Arbeit Kenntniss zu haben,selbständig aufgefunden worden. Das Specielle dieses Verfahrens ist