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Vierter Abschnitt. Fällungsanalysen,
leine Bürette gebracht, welche in Zehntel - CC. getheilt war, und wel-che Hundert-Kochsalzlösung erhielt. Zur Vollendung der Fällung wur-den verbraucht:
1) 10,9 CC. Hundert-Kochsalzlösung,
2) 10,65 CC.
3) 10,7 CC. „Dies giebt die Gehalte:
1) 900,9 Tausendtel Silber,
2) 900,65 „
3) 900,7 „
Die französischen Silbermünzen haben einen gesetzliehen Titre von900 Tausendtel, mit einer Toleranz oder Remedium von 3 Tausendtelaufwärts und abwärts. Ihr Gehalt kann also von 897 bis 903 Tau-sendtel stehen, ohne dass sie aufhören, gangbar zu sein.
Die Gay-Lussac'sche Silberbestimmungsmethode bei Münzen undWerksilber hat neben vielen Vorzügen dennoch einige kleine Unbe-quemlichkeiten. Dieselben bestehen wesentlich darin, dass zwischen jezwei Versuchen und Beobachtungen eine Zeit verstreichen muss, damitdie Flüssigkeit sich wieder kläre, und dann, dass wenn man bei nichtgenügender Klärung und beinahe vollendeter Fällung Kochsalzlösungeinfliessen lässt, man vollkommen ungewiss bleibt, ob eine Trübung ent-standen ist oder nicht. Hat man den wirklichen Gehalt nicht ziemlichrichtig angenommen, so müssen viele Schüttelungen und Abklärungenstattfinden, z. B. bei einem Schätzungsfehler von 1 Procent wenigstens10. Dies macht diese Analyse, ungeachtet sie vom Erfinder so schönausgebildet ist, zu einer ermüdenden. Es schien mir wünschenswerth,der Methode diese Mängel zu nehmen, und sie in eine mehr directe zuverwandeln, wozu sich natürlich die Anwendung des chromsauren Kalisvon selbst anbot. Die desfallsigen Bemühungen waren wegen des Kupfer-gehaltes der Lösung lange vergeblich, bis endlich ein Weg gefundenwurde, diese Schwierigkeit zu umgehen. Das Verfahren ist darnachfolgendes, indem die Analyse aus einer directen in eine Restanalyseverwandelt wurde.
Die Probe wird in gleicher Menge, wie früher, abgewogen, und ineiner Kochnasche ohne Stopfen in möglichst wenig Salpetersäure gelöst,indem man die Lösung durch Erwärmung unterstützt. Man lässt nunaus der Quetschhahnbürette Kochsalzlösung im Ueberschuss einfliessen,was ganz leicht ist, da man keinen besonderen Sättigungspunkt abzupas-sen hat. Man kann dabei auf die Zehnerzahlen der Bürette gehen, odereine Bürette anwenden, welche nur von 10 zu 10 CC, aber mit dergrössten Genauigkeit, graduirt ist. Wäre z. B. der Silbergehalt zwi-schen 60 und 70 Procent, so lässt man bis auf 70 CC. Kochsalzlösungin einem Zuge ausfliessen. Es kommt nun noch darauf an, den Ueber-