380 Nachtrage. Arsenigsaures Natron.
der Analyse gleich ist, den Werth der Chlornatronlösung in reinem Jodausgedrückt. Dieses Resultat ist unabhängig von der Kenntnis» derZersetzung der in Rede stehenden Körper, denn es wird Jod mit sichselbst gemessen.
Gesetzt, man habe 10 CC. der Probefliissigkeit = 7,6 CC. Chlor-natron gefunden, und bei einer bestimmten Analyse 56,5 CC. Chlor-natron verbraucht, so hat man den Ansatz
56,5 . 0,01
7,6 : 0,01 = 56,5
7,6
0,0743,
d. h. in der zu untersuchenden Substanz sind0,0743 Grm. Jod enthalten.
Würde man eine gleiche Menge Jod, als in dem Jodkalium enthal-ten war, im reinen Zustande abwägen und durch Chlornatron oxydiren,so würde man nur 5 / 6 von der Menge gebrauchen, die zum Jodkaliumerforderlich war, weil das Jod nicht auszuscheiden war. Da wir aberfür freies Jod die vortrefflichsten Methoden haben, so ist es ganz un-geeignet, hier den Titre mit freiem Jod zu nehmen, abgesehen davon,dass es in den Flüssigkeiten nicht löslich ist, und also die Einwirkungsehr langsam vor sich gehen würde. Die Methode von Dupre eignetsich also vorzugsweise für kleine Mengen Jod in Jodmetallen.
Die von Dupre zur Begründung der Methode beigebrachten Con-trolanalysen von reinem Jodkalium grenzen an das Wunderbare. Sicsind mit so verdünnten Lösungen vorgenommen, dass Fällungen mitPalladium schon keine brauchbaren Resultate mehr gegeben haben wür-den. Die Differenz zwischen dem gefundenen Jod und dem im ange-wandten Jodkalium enthaltenen betrug im zweiten Versuch
gramm, und erreichte niemals 0,2 Milligramm.
Es bedarf kaum der Erwähnung, dass bei dieser Analyse alle Oxydewelche von Chlor oder Jod afflcirt werden, vorher entfernt werden müs-sen. Auch organische Substanzen, wie sie in jodhaltigen Mutterlaugenvorzukommen pflegen, verursachen eine Ungenauigkeit in der Titrirung,die einen zu gross gefundenen Jodgehalt bedingen, weil alles von derorganischen Substanz in Anspruch genommene Chlor auf Rechnung desJods gesetzt wird. Man wendet daher nach Dupre in solchen Fällenbesser statt der beschriebenen Methode die folgende an, bei der diestörende Einwirkung der organischen Substanz vermieden ist. Es ge-nügt zu diesem Zwecke, die das Jodmetall enthaltende Flüssigkeit solange mit Chlorwasser oder Chlornatron von unbestimmtem Chlorgehaltzu versetzen, bis die Entfärbung des Schwefelkohlenstoffs oder Chloro-forms bei dem Schütteln eingetreten ist.
Bei diesem Punkte ist der gesammte Jodgehalt in JC1 5 verwandelt.Setzt man jetzt Jodkalium hinzu, so werden auf 1 At. JCI5 gerade6 At. Jod frei. Titrirt man diese auf gewöhnliche Weise, so braucht
1000
Milli-