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1 (1859)
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309
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Vierundvierzigstes Capitel. Zinn. 309

Chromanalyse hat uns dies dazu geführt, statt des wirklichen Atomge-wichts eine empirische Zahl, die durch sorgfältig ungestellte Versucheermittelt wird, anzuwenden, wie dies auch schon Penny und Strengbei diesem Körper gethan haben. Da man immer zu wenig erhält, alsoeine zu kleine Menge Jodlösung resp. Chromlösung zur Erzeugung derblauen Jodstärke angewandt hat, so führt dies zu der Ansicht, dass dieFarbe der Jodstärke bereits eintritt, ehe alles Zinnchloriir oxydirt ist.Hätte mir die Bestimmung mit Jodlösung richtigere Resultate als mitder Chromlösung gegeben, so würde ich kein Bedenken getragen haben,die Jodlösung zur Zinnanalyse ausschliesslich zu empfehlen. Wie jetztdie Sache steht, ist es nur eine Parallelanalyse, und man könnte dieChromlösung entbehren, da man die Jodlösung behufs der meisten an-deren Oxydationsanalysen ohnehin vorräthig hat und mit der unverän-derlichen Arseniklösung schnell ihren Werth feststellen kann.

Zur Prüfung der Methode wurden folgende Versuche angestellt.

0,116 Grm. chemisch reines Zinn, mit Platinschnitzeln in einerGlasröhre in starker Salzsäure gelöst, erforderten zur blauen Farbe46,5 CC. Jodlösung (Titre: 10 CC. Arseniklösung = 26 CC. Jodlösung).Diese 16,5 CC. Jodlösung berechnen sich zu 17,8846 CC. Arseniklösung.Multiplicirt man diese Zahl mit 0,005882, als dem 10000 sten Theil desZinnatoms, so erhält man 0,10519 Grm. Zinn statt 0,116 Grm.

0,136 Grm. Zinn in derselben Art behandelt erforderten 54 CC.Jodlösung = 20,7692 CC. Arseniklösung und diese mit 0,005882 mul-tiplicirt geben 0,12216 Grm. Zinn statt 0,136 Grm.

In beiden Fällen, denen sich noch andere ganz ähnliche anschlös-sen, fehlt viel mehr Zinn, als bei einer guten Analyse vorkommen durfte.Drehen wir nun die Sache um, unter der Annahme, dass mit reinenStoffen gearbeitet worden ist, so können wir aus den Versuchen dieZahl ermitteln, womit man die Cubikcentimeter Arseniklösung multipli-ciren soll, um das richtige Zinngewicht zu erhalten.

Der erste Versuch gab x. 17,8846 = 0,116 Grm. Zinn, also

0,116

Der

17,8846

zweite Versuch giebt

0,136

= 0,006486.

= 0,00655.

20,7692Das Mittel aus beiden Versuchen ist 0,006518.

Wir sind also hier fast genau zu derselben Zahl gelangt, welchewir bei der Chromanalyse gefunden haben, und müssen uns mit dieserempirischen Zahl begnügen, bis es gelingt, für das Zinn einen neuenoxydirendcn Stoff mit deutlicher Erscheinung zu ermitteln.

Ganz dasselbe Bewandtniss hat es auch mit der Analyse des luft-beständio-en Doppelsalzes aus Zinnchloriir und Chlorammonium. Von