Sechstes Capitel. Braunst eiimnalysen. 179
wäge deshalb 1,111 Grm. Braunstein ab, und füge, wenn man denBraunstein unter 70 Procent schätzt, 7 Grm., wenn man ihn höherschätzt, 8 oder 9 Grm. Doppelsalz zu. In jedem Falle werden 10 Grm.ausreichen; da es aber unzweckmässig ist, weit über den wahren Gehaltzu gehen, weil man sonst zu viel Chamäleon rückwärts gebrauchenwürde, so hält man sich in praktischen Fällen an einer auf Erfahrunggestützten Beurtheilung. Der Braunstein wird unter Zusatz von starkerSalzsäure mit dem Eisendoppelsalze zersetzt und der Rest des Eisen-oxyduls mit Chamäleon bestimmt.
Die Analyse selbst wird in folgender Art vorgenommen:Man wäge sich das Eisendoppelsalz in Mengen von 7 oder 8 Grm.genau ab und fülle dieselben in Glasröhren von der Dicke der gewöhn-lichen Probirröhren. Hat man ein-Fi g- M- mal das Schiffchen (Fig. 91) ta-
rirt, so ist es zweckmässig, sich einegrössere Anzahl solcher Röhren zufüllen. Das Eisensalz darf keinenStaub oder Mulm enthalten, sondernmuss aus ziemlich gleich dicken ab-gesiebten Stücken von der Grösse^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ eines Pfefferkorns bestehen, damitnichts in der Glasröhre hängen bleibe. Die Röhren sind mit dem Ge-wichte des Inhaltes bezeichnet und gut verkorkt.
Die Zersetzung des Braunsteins geschieht in dem nebengezeichne-ten Apparate (Fig. 92).
Wägeschiffchen.
Fig. 92.
Brannsteiuanalyse.neri und abzukühlen und den Zutritt der Luft abzuhalten.
Zwei kleine Kochflaschenmit ziemlich weitem Halsesind durch eine doppeltgebogene Glasröhre inVerbindung. Dieselbe sitztluftdicht mit einem Korkeauf der Zersetzungsflasche(zur Linken), dagegen lose .oder auch ohne Kork inder mit Wasser gefülltenFlasche zur Rechten. Daslange, unten etwas ver-engte, Ende der Glasröhregeht bis auf den Bodendieser Flasche. Das Was-ser hat den Zweck, durchZurücksteigen in die ersteFlasche die heisse Flüssig-keit in dieser zu verdün-
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