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1 (1859)
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Zweiter Abschnitt.

Alkalimetrie.

Allge

meines.

Die Alkalimetrie umfasst alle Aufgaben, welche sich auf die Ope-ration des Sättigen« von Alkalien und Säuren gründen. Es wird alsodie Aeidimetrie ebenfalls dahin gerechnet, da man durch Uebersättigenmit einer bestimmten Menge Alkali jede acidimetrische Aufgabe in einealkalimetrische, und umgekehrt, verwandeln kann.

Die alkalimetrische Probe wird immer nach der sichtbaren Farben-veränderung beurtheilt, welche gewisse organische Farbestoffe durchAlkalien und Säuren erleiden. Als solche sind allgemein angewendetdas Lackmus, das.Fernambuk- und Campechenholz.

Als Grundlage dient, nach meinem System, für die ganze Alkali-metrie die krystallisirte Kleesäure. Darnach stelle ich ein vollkommenkohlensäurefreies Aetznatron und nach diesem eine reine Salpetersäureher, welche also mit der Kleesäure gleichwertig ist.

Erstes Capitel.

Kleesäure als Grundlage der Alkalimetrie.

Die krystallisirte Kleesäure (C 2 0 3 -f- 3 aq. — .63) stellt luftbestän-dige, farblose Krystalle von bedeutend saurem Geschmack und starkerWirkung auf Pflanzenfarben dar. Sie kommt in ziemlicher Reinheit imHandel vor und lässt sich durch Umkrystallisiren sehr leicht in nochgrösserer Keinheit darstellen.

Wenn man die rohe Kleesäure des Handels in Wasser auflöst, sobleibt ein weisses Pulver ungelöst zurück, welches kleesaurer Kalk ist.

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