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Erster Abschnitt. Die Instrumente.
Zweck, dass bei bedeutender Entleerung der Bürette- die Oberfläche derFlüssigkeit doch nur klein ist.
Aehnlich verhalt es sich mit jener Form der Bürette, wo ein aufseinem Fuss stehender Cylinder mit einem Glaspfropfen geschlossen ist,in welchen auf entgegengesetzten Seiten zwei Längsrinnen eingeschliffensind, die eine um Luft herein, die andere um Flüssigkeit herauszulassen.Man muss ebenfalls horizontal halten, wenn man ausleeren will. Jeleerer die Bürette, desto schwerer ist es, tropfenweise zu giessen, alsogerade wo es gilt.
Wesentlich von den bisher beschriebenen Büretten weicht die vonKersting*) angegebene ab. Sie besteht (Fig. 27) aus einer geradenFig. 27. Röhre, an welche ein
bauchförmig erweitertesGefäss unter einem stum-pfen Winkel angesetzt ist.Das Ausgiessen geschiehtdadurch, dass man erstdie Flüssigkeit in dasweite Gefäss und aus die-sem in das Probirglas fal-len lässt. Nähert mansich dem Ende des Ver-suchs, so neigt man daslange Ende des Rohrswieder herab, wodurchsich die in dem bauchför-migen Gefässe gefangeneFlüssigkeit durch blossesDrehen der Röhre um ihre Längsachse tropfenweise ausgiessen lässt.Man hat den Vortheil, dass die vor dem Ausgusse vorhandene Flüssig-keitsschicht niemals gross ist. Diese Bürette ist leicht anzufertigen. We-niger als einen Tropfen kann man nicht wohl ausgiessen, auch ist derUebelstand des Erwärmens der Probeflüssigkeit durch die Hand, unddass die Bürette keinen Stand hat, dabei nicht vermieden. Ich kennediese Bürette nicht aus eigener Prüfung.
Kersting's Bürette.
Drittes Capitel.
Die Pipetten.
•Unentbehrlich und sehr die Arbeit abkürzend sind die Pipetten oderSaugröhreu. Die Flüssigkeit wird aus den Gelassen unmittelbar in die
*) Annal. der Pharm. 87, 33.