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1 (1859)
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VII
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Vorrede. VII

gen gestellt werden, die man früher einem Chemiker vom Fachenicht stellen konnte, wenn er zu ihrer Beantwortung ganze Tagegebrauchte. Der Nutzen chemischer Thatsachen wird aus den La-boratorien der Chemiker in das Leben hinabsteigen, da diejenigen,denen es nicht um Pflege der Wissenschaft zu thun ist, für ein-zelne Operationen leicht Uebung genug erlangen können, um dieWissenschaft praktisch nutzbar zu machen. Das Lehrbuch derWissenschaft hat alle diese Gewährleistungen zu übernehmen, wäh-rend die Praxis dieselben ausbeutet.

Eine grosse Erschwerung der Methode waren die sehr ab-weichenden Stärken der Maassflüssigkeiten. Während die Arbeitenin den Händen der Chemiker abnahmen, häuften sich die Flaschenim Laboratorium zu einer unbequemen Masse an. Jeder Entdeckereiner Methode gab seinen Maassflüssigkeiten entweder eine ganz belie-bige Stärke oder eine solche, die nur mit dem gerade zu unter-suchenden Stoffe in einem einfachen Verhältnisse stand. Wir er-hielten da ganz verschiedene Probesäuren für Kali, ^Natron, Kalk,andere Losungen des doppelt chromsauren Kalis für Eisen, fürJod, für Zinn. Um aus dieser Verwirrung herauszukommen, habeich ein eigentliches System durchgeführt, welches mit der Artder Berechnung ein Ganzes ausmacht. Bestimmte Maassflüssigkei-ten giebt es nunmehr von zweierlei Art. Das Litre enthält ent-weder 1 Atom, das kleine Atomgewicht in Grammen ausgedrückt,oder Yn, Atom wirksamer Substanz. Veränderliche Flüssigkeiten,wie die Lösungen des übermangansauren Kalis, des Zinnchlorürsund ähnliche, erhalten gar keine bestimmte Stärke, sondern manbestimmt den Tagestitre.

Da man mit Kaumtheilen misst, so soll man auch mit Eaum-theilen rechnen. Es ist eine umständliche und zeitraubende Me-thode, erst den Gehalt der Maassflüssigkeiten zu berechnen, unddann nach dem Atomgewicht die gesuchte Substanz. Die ver-brauchten Cubikcentimeter Probeflüssigkeit geben mit dem tausend-sten oder zehntausendsten Theile eines Atoms einer Substanz mul-tiplicirt das Grammengewicht dieser selben Substanz. Diese Mul-tiplication ist durch die dem Ende angehängten Tafeln, deren lau-