208 Rindvieh, Arzney.
befördert, wann nicht beyzeiten Hülf ge«schaffet wird.
Es hat auch das Milzweh noch andereUrsachen; als zum Exempel: Wann eingiftiger Nebel oder Thau auf eine Weidefallet, oder wann eine Weide etwa« son-sien vergiftet wird durch giftige Thiere, alsda sind: Molch, Schlangen, Krotten ic.damit dann Gott ein Land strafet undzüchtiget: Wann nun ein Stück Vieh et«was Ungesundes in den Leib bekommenhat. so treibt es das Geblüt in einen sol-chen Gast und unordentliche Circulation,daß es sich aller Orten stecket, und sonder»lich in dem Milz, wodurch wie auch durchden darauf folgenden Brand, ein solchVieh nothwendig crepiren muß.
Was nun diese Cur anbelanget, so istdas erste, daß man einem solchen StückVieh erstlich wohl zu Ader lasse, hernachbrauche folgenden präcipilirenden Ein,schütt:Nimm köllnische Kreiden.
Kaminruß, jedes 2 Quintl.
Schwefelblumen,
Alaun.
Salpeter, jedes 1 Quintl.