Wind, Rehe der Pferde. 67
kalt, der Kiefer gestehet ihnen nach undnach, endlich kommet ein inwendiges Fie-ber und Hitz dazu, da fangen sie dann an,närrisch im Kopf zu werden, und laufen,rings um im Stall, wenn man sie los lässet;bindet man sie aber an, so hinken sie denKopf in die Halfter, oder schieben gegen^?er Kripp, erschrecken öfters, und weilen siedann während der Krankheit wenig ode«gar nichts fressen, so fallen sie endlich aufden Boden, schlagen noch 2 bis 5 odermehr Tage auf demselben Herum, bis sieendlich elendiglich crepiren müssen.
Bey Anfang der Krankheit ist das,das erste, weil das Geblüt schon confuS,daß man einem solchen Pferde zu Aderlasse: und es den andern Tag wiederhole.
Hernach nimmt man einen guten Brand-tenwein, 3 Theil, und Terpentingeist 1Theil, mischt es wohl untereinander, be-sireichet damit demselben den Hals u. dieKinnbacken wohl, und reibet es untrerHand ein, damit es recht hineinbringe, unddie erkaltete Musculi wieder erwärmet, dieBewegung der Kinnbacken befördert, undder Hals weich gemacht werde: diesessolle aber öfters wiederholet werden.
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