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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
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211
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sälscßung verdachtig; entweder vermischen sieihn mit Menniq, oder mit andern fremdenMaterien. Wenn man solchen Zinnober aufglühende Kohlen streut, und er brennt roth-lich, so ist er mit Bley oder mit Mennig ge-mischt; riecht er beym Brennen harzicht, soist er mit Drachenblut verfälscht; achter Zin-nober brennt blaulich und riecht schwefelicht;den mit Mennig verfälschten Zinnober erkenntman auch wenn man ihn mit Eßig digerirt, derdavon süßlich wird. Die schädlichste Verfäl-schung des Zinnobers geschiehet mit Arsenik,wenn die Verfälschung nicht zu fein ist, soriecht der Rauch der aufsteigt, wenn man et-was davon auf Kohlen streut, knoblauchartig.Die gewisseste Probe ob der Zinnober verfälschtist, ist, wenn man ihn mit ein Dritthcil rei-ner Pottasche vermischt, und in einem Tiegelsolang im Feuer glüht, bis keine Dünste mehraufsteigen, da denn wenn er mit Mennig ver-mischt worden geschmolzenes Bley, oder eineim Wasser unaufiößliche Materie zurückbleibt,die unter andern auch aus seiner Verfälschungmit Ziegclmchi oder rochgebrannten Eisenvi-triol herkommen kann. Der Apotheker darfkeinen Zinnober zum Arzeney- Gebrauch an-wenden, welchen er nicht selbst zubereitet hat,<r habe ihn denn zuvor mit Weineßig oder mitSalpetersäure digerirt, und hernach wiederausgelaugt. Der Proceß wodurch der künstli-5> 2 che

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