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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
Entstehung
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190
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doch bangt die Menge des Safts von derTem«peratur des Frühlings ab. Trockne Frühlings-monate und ein widriger Boden geben nichtviel Saft. Man muß, damit der Baum nichtabsterbe, die gemachten Oefnungcn wieder mitgenaupaßendcn Hörern verstopfen. In Eng-land werden öle Enden der Zweige beschnitten«nd die beschnittenen Zweige in Bouteillen ge-steckt, die gar bald voll laufen. Man kan ihnlang aufbewahren, wenn man ihn in enghäl-sichtc Glaser oder Bouteillen füllt und oben ei?nes Fingers dick Baumöl drauf gießt. Auchin einem geschwefelten Faß ha/t er stch guf.

Apothekernahme Oleum aniss äeKillatum.

Anisöl. Ein gelbes nach Anis riechendesOel, das schon bey geringer Kälte in ein bukterichtes Wesen gerinnt. Es wird zu Magde-burg und auch an andern Orten nicht aus demSaamen, sondern aus der Spreu des Anisesabgezogen.

Apothekernahme Oleum ca^ut.

Cojeputöl, oleum cajerioet, oleum ca»Heputi. Wir erhalten es durch die Holländeraus Ostindien, und es soll allda, einige sagenvon den Blattern, andere sagenden denFrüch»ten des Weißbaums (lnelalsuca leucaäenäi-aLinn.) abgezogen werden. Es ist durchsichtig«nd hat insgemein eine grünliche Farbe; allein

diese