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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
Entstehung
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188
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würzhaftsn dir Vanille etwas ähnlichen Ge-ruch, einen bitterlichen und etwas scharfen Ge«schmack und ist von dickerer Consistenz als derCopaivabalsam, fast so dick wie Honig. Wennman einen Tropfen von diesem Balsam in kal-tes Wasser fallen /aK/ so fallt er sogleich zuBoden, laßt man ihn aber in siedend heißesWasser fallen: so sondert er sich in zwey Thei-le, nemlich in ein ölichtes Häutchen von sehrscharfem Geschmack, das sich auf der Oberflä-che des Wassers, ausbreitet und in ein gröberesWesen, das sich zu Boden setzt. Der ächte Bal-sam muß sich in höchstrectisicirtem Weingeist auf-lösen, und sich weder mit einem destillirten nochmit einem ausgepreßten Oel vermischen lassen;denn es verbinden sich dergleiä>en Oele wäh-rend der Vermischung mit dem wesentlichenOel des Balsams, weswegen derselbe als einzähes Harz auf dem Boden liegen bleibt. Derächte Balsam giebt, wenn man ilm aufglü-hende Kohlen tröpfelt, einen angenehmen Ge-ruch von sich. Dahingegen der verfälschtestinket. Die Verfälschung mit Copaivabalsamerkennt man, daß, wenn etwas Vitriolöl zuge-gossen wird, ein Aufwallen und ein übelrie-chender Dampf entsteht, statt daß der ächtePerubalsam sich ganz ruhig damit vermischt.Ist der Balsam vermittelst des Wachses mitOel vermischt, so kan man dies sehen, wennman ihn über gelindem Feuer zergehen laßt,

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