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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
Entstehung
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XII
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Einleitung.

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getrocknet werden, sondern man muß gleich daserstemal ein heftiges Feuer machen. In jedemguten Ofen muß der Rost weit vom Aschenlochabstehen und der Aschenheerd geräumig seyn.Ein Apotheke, für Landstädte brauchi insgemeinfolgende Oefen: 2) einen B/astn- oderDestillir-ofen (lu< n«5 v^lic«) zur Destillation der Wasser,ter ätherischen Oele, der brennbaren Geister unddes Eßigs. l>) einen Rapellenofen (kurnus ca-tmi) zum Digeriren, Destilliren in gläsernen Ge-fäßen, Abdampfen, Rectificiren und Sublimiren;«uch tan ein solcher Ofen, wenn man statt derKapelle einen küpfernen Kessel einsetzt, zum Wassersund Dampfbad gebraucht werden und c) einenSchmelz? oder Windofen (tumu« Znemiu«) zuSchmelzungen. Verpuffimgen, Abdampfungenund Sublimirungen in geringerer Menge. Nurderjenige Apotheker der die mineralischen Sauren,die brenzelichten Oele, die flüchtigen Salze u. d. m.selbst zubereiten will, braucht einen Reverberir-ofen. Oft findet man in den ApothekerwerKstatten auch zusammengesetzte Oefen, worunterder faule Heinze, oder der Äthanor der vornehm-ste ist; allein es sind mit dessen Gebrauch so vie-lerley Schwierigkeiten und Verdrüßlichkeiten ver-bunden, daß er wenigen Beyfall verdient.

2) Der Apotheker kleiner Städte braucht man-cherley Gefäße und Werkzeuge theils zur Verfer-tigung und theils zur Aufbewahrung der Arze-neyen. Gefäße von ächten Porcellan, von gutemGlas und von guter nicht glasurter Steinwaarewürden immer die sichersten seyn, wenn man sieallenthalben anwenden könnte, die ersten nicht zutheuer und die letzter« nicht zu zerbrechlich wä-ren. Eiserne und auch gut gebrannte aber nichtglasurte Gefäße von Thon tsn man zu vielen vor-

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