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2 (1884) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Entwickelung des cliylopoetischen Systems.

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bereits [gemachten Raum hineinrückt und seine Hüllen schon Torfindet,ifan kann nur noch fragen: Was zieht ihn in diesen Raum hinab? Dieskann nicht das Gubernaculum allein s"ein, denn es würde in dem häu-tigen nachgiebigen Hodensack, in den der Hode doch schliesslich hinab-gelangen soll, keinen festen Punkt finden. Man muss sich denken, dassdie Gefässe und Nerven des Hodens und der über ihm liegende Theildes Peritonaeums sich verlängern und ihm zur Bewegung nach abwärtsRaum geben, dass dagegen die Wand des Processus vaginalis peritonaeisich nicht in gleichem Masse ausdehnt, dann wird, da der Wasserdruckdas Peritonaeum unten im Hodensack festhält, dasselbe beim weiterenWachsen des Fötus wie über eine flüssige Rolle herübergezogen, bisschliesslich der Hode in den Hodensack gelangt ist. Man weiss, dassauch beim Menschen der Processus vaginalis peritonaei dem Hoden vor-ausgeht, nur nicht so weit wie beim Schweine; ja es wird angegeben,dass die erste Spur desselben schon zu Anfang des dritten Schwanger-schaftsmonates sichtbar sei.' Es kann somit kaum zweifelhaft sein, dassauch beim Menschen die Mechanik des Descensus testiculi dieselbe ist.

Entwickelung des cliylopoetisclien Systems.

Wir haben gesehen, dass das Baer'sche Schleimblatt oder dasinnere Keimblatt von dem inneren Theile der Reichert'schen Membranaintermedia, von der Darmfaserplatte Remak's, überwachsen wird (Fig. 82,83 und 99). Zwischen die Darmfaserplatte und das Baer'sche Schleim-blatt schieben sich neue Zellen (Fig. 100) ein, welche mit den Zellen, die

Fig. 100.

die Urwirbelanlage ausmachen, übereinstimmen, und die nach der An-sicht von Schenk auch-von dieser Urwirbelanlage abstammen. Aus derDarmfaserplatte geht nach Schenk nur das Epithelium des Peritonaeal-überzuges des Darms und des Mesenteriums hervor. Aus dem Schleim-

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