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Eier und Eierstock.
Knospen des Blasenwurmes in diesem andern Thiere durch eine andereArt von Knospung in einen Bandwurm um. In den einzelnen Gliederndesselben entstehen nun wieder Eier und Samen, der Bandwurm legt siehzusammen, so dass sich zwei Glieder mit einander begatten, die Eierwerden befruchtet, aus ihnen geht wieder ein Embryo hervor, und sobeginnt der Kreislauf von Neuem.
So kennen wir jetzt die Erscheinungen des Generationswechselsbei einer Beihe von niederen Thieren, die theils nicht parasitisch, theilsganz parasitisch leben, theils einen Theil ihres Lebens ausserhalb, denandern innerhalb eines Wohnthieres zubringen.
"Wenn wir das ganze Gebiet überblicken, so müssen wir sagen, dassder Schlüssel zu allen diesen Erscheinungen in dem Lehrsatze liegt, dassunter Umständen auch Larven, auch unentwickelte Thiere, sich fortpflan-zen können. Darin, dass die alten Zoologen diesen Satz nicht anerkann-ten, ist es begründet, dass ihnen von vorneherein alle diese Erscheinungenso fremdartig, so unbegreiflich waren. Dass aus einem Ei ein Thier her-vorgehen kann, das dem Alutterthierc völlig unähnlich ist, wusste manseit Jahrhunderten. So lange man die Metamorphose der Insecten kannte,wusste man, dass aus den Eiern Thicrchen hervorgehen können, die erstUmwandlungen durchmachen müssen, ehe sie dem Alutterthierc ähnlichwerden. Aber man glaubte, dass sie sich niemals fortpflanzen, ehe siediese Metamorphose durchgemacht haben. Jetzt sehen wir aber den Ge-nerationswechsel eben darin beruhen, dass sich Larven, unentwickelteThiere, auf verschiedene Weise fortpflanzen, dass dann die Abkömmlingeerst Metamorphosen durchmachen und sich dann wiederum auf eine andereWeise fortpflanzen.
Dieser Satz, dass unter Umständen auch Larven sich fortpflanzenkönnen, hat in neuerer Zeit eine bedeutende Erweiterung erlitten. Er. mussheutzutage in gewissem Sinne sogar auf die Wirbolthierc ausgedehnt werden.Man brachte aus Mexico eine Reihe von Axoloteln (Siredon pisciformis)nach Paris, die dort im Jardin des plantes gehegt wurden. Dieselbonpflanzten sich fort und die Kinder schwammen, wie die Eltern, im Wasserherum. Dann aber, nach einigen Generationen, verloren einzelne Thiore,deren Grosseltern noch im Wasser herumschwammen, ihre äusseren Kiemenund ihre Flossen, formten sich in die Gestalt eines Landsalamanders um,verliessen das Wasser und lebten von jetzt an im Moose, das man ihnenam Bande des Wassers hinlegte.
Wenn man diese Metamorphose mit der des Landsalamanders ver-gleicht, so kann man sie nicht als eine regressive betrachten, man mussvielmehr das im Wasser lebende Axolotel, das sich geschlechtlich fortpflanzte,mit der Larve des Salamanders vergleichen.
Die Eier und der Eierstock.
Wir kommen nun dazu, die Eier, den Eierstock und die Entwickc-lung der Eier näher zu betrachten. Das Ei bestellt aus drei wesentlichenStücken, aus der Dotterhaut, aus dem Dotter und aus dem Keim-bläschen, der Vesicula germinativa Purkinjii, Die Dotterhaut kann sehrverschieden beschaffen sein, sie kann sehr dünn und zart, andererseits sehrstark sein. Der Dotter besteht aus eiweissartigen Substanzen, in welchen