Nervus trigeminus.
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nicht ist, sondern die Folge eines peripherischen Reizes, der an einemandern Nerven angebracht wurde und nun später sowohl auf die Trige-minusursprünge, als auch auf die Ursprünge derjenigen motorischen Nervenübergegangen ist, welche das Niesen vermitteln. Nur insofern kann dasKnebeln in der Nase als die Ursache des Niosens angesehen werden, alses nicht unwahrscheinlich ist, dass die Erregung im Centralorgan zunächstauf Theile überging, die mit den Nerven der Nasenschleimhaut directverbunden sind, wodurch eben das Kriebeln hervorgerufen wurde, unddass sie dann von diesen in gewohnten Bahnen auf das motorische Ccn-trum, welches das Niesen vermittelt, fortgeleitet wurde.
Der Trigeminus löst auch zwei Refioxabsonderungen aus. Erstensdie Absonderung des Speichels. Durch Heizung des Ramus lingualisnervi trigemini kann Speichelabsonderung hervorgerufen werden. Es istbekannt, dass, wenn scharfe Sachen auf die Zunge gebracht werden,Speichelabsonderung erfolgt. Dasselbe geschieht, wenn man Hunden Essigoder eine Lösung von Weinsäure auf die Zunge spritzt. Bernard hataber auch durch elektrische Reizung des centralen Stumpfes des durch-schnittenen Nervus lingualis Speichelabsonderung auf reflectorischem Wegehervorgebracht.
Die zweite Absonderung, welche der Trigeminus auslöst, ist dieTbränensecretion. Wenn fremde Körper die Nasenschleimhaut reizen, oderwenn die Conjunctiva durch mechanische oder chemische Mittel gereiztwird, dann ist die Folge davon, dass Thräncnfluss eintritt.
Der Trigeminus gilt auch für den Secretionsnerven der Thränen-driise. In der That gibt er ja den Nervus lacrymalis, den Hauptnervenfür die Thränendrüse ab, und man hat auch bei Versuchen an verschie-denen Thieren, Hunden und Schafen, sowohl vom Nervus lacrymalis, alsvom Subcutaneus malae aus Thräncnabsondcrung hervorrufen können. Wol-ferz gibt an, dass er auch einmal durch Reizung der TrigeminuswurzelThränenabsonderung hervorgerufen habe. Erfolgreiche Reizung des peri-pherischen Theiles der durchschnittenen Trigeminuswurzel würde allerdingsbeweisend sein. Andererseits aber muss man gestehen, dass dieser Er-folg a priori schwer verständlich ist. Die Secretionsnerven, die wir sicherkennen, gehen mit motorischen Nerven aus dem Ccntralorganc heraus.Das passt vollkommen in den Kreis unserer Vorstellungen, da ja dieseNerven, wie die motorischen, Impulse centrifugal leiten. Wie ist es nunliier beim Trigeminus? Wir wissen, dass die ganze motorische Portiondesselben mit dem dritten Aste zur Schädclhöhle hinausgeht. Es könnenalso keine Fasern, welche mit der motorischen Wurzel hervorgetreten sind,zur Thränendrüse gelangen. Sollte es sich nicht bestätigen, dass man vomperipheren Stücke der durchschnittenen Wurzel des Trigeminus aus Thränen-absonderung erzielen kann, so wäre es nicht unmöglich, dass sowohl dieFasern im Lacrymalis, als die im Subcutaneus malae entliehene sind. Inder That ist Reich bei Reizung des peripherischen Stückes der durch-schnittenen Trigeminuswurzel nur zu negativen Resultaten gelangt. SeineVersuche sprachen aber auch noch in anderer Hinsicht gegen die An-nahme, dass die Secretionsnerven der Thränendrüse aus der Trigeminus-wurzel stammen. Wenn man einem Kaninchen flüchtiges Senföl mit wenigWeingeist gemischt in das Nasenloch oder ■ den Conjunetivalsack einerSeite einführt, so bekommt man Thränenerguss auf beiden Seiten. Dies