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Uewegungsnerven des Auges.
trochlearis den Anfang machen. Er entspring! jederscits von der Haphcaus einem grauen Kerne, der unter dem Aquaeductus Sylvii liegt. DieGanglicnkugeln, aus denen er entspringt, sind wieder solche, wie sie inden vorderen Hörnern der grauen Substanz vorkommen. Der Nerv charak-tcrisirt sich also durch seinen Ursprung als ein motorischer. Seine Fasernverlaufen nun bogenförmig nach aufwärts und sollen dann, nach der ge-wöhnlichen Annahme, in der Valvula cerebclli über dem hier im Quer-schnitte T-förmig gestalteten Aquaeductus Sylvii sich vollständig kreuzen.Nach Schröder van der Kolk ist dem jedoch nicht so. Nach ihmist diese Kreuzung von markkaltigen Fasern, welche man mit blossemAuge in der Valvula eerebelli sieht, keine Kreuzung der Wurzclfasern desTrochlearis, sondern eine Commissur, welche von der einen Seite zur andernherübergeht, während die Wurzclfasern des Trochlearis auf derselben Seitebleiben und auf derselben Seite zu Tage treten. Ich habe mich schonvor einer Reihe von Jahren bemüht, in Rücksicht auf diese Trochlearis-kveuzung zu einer bestimmten TTeberzeugung zu gelangen. Es ist. diesaber bei der mikroskopischen Untersuchung viel schwieriger, als es scheint,so lange man die Dinge mit blossen Augen sieht. Es scheint da, als obman mit Leichtigkeit die Trochlearisfasern von einer Seite zur andernhinüber verfolgen könnte. Macht man aber Durchschnitte und untersuchtsie mikroskopisch, so sieht man, dass dem keineswegs so ist, dass mankeine einzige Faser mit Sicherheit von der einen Seite, aus der Wurzeldes Trochlearis, in die andere Seite, in den Verlauf desselben hinein ver-folgen kann. So lange man sich aber nicht mit Sicherheit, durch diedirecto Anschauung, von der Richtigkeit der alten Ansicht überzeugenkann, so lange muss man gestehen, dass die Ansicht von Schröder vander Kolk a priori viel wahrscheinlicher ist. Wir kennen keinen vor-deren Rückenmarksnerven, auch keinen motorischen Hirnncrvon, der, nach-dem er aus seinem Kerne entsprungen, auf die andere Seite hinübergeht.Wir haben zwar vom Gehirne gekreuzte Wirkungen, aber diese kommenin anderer Weise zu Stande, und zwar so, dass die Fasern, welche vomGehirne zum Kerne hinübergehen, gekreuzt sind. Die Fasern aber, dievom Kerne ausgehen und zu Tage treten, die eigentlichen Nervenwurzel-fasern, sind niemals gekreuzt. Nun sieht man ein, dass sich mit dieserAnsieht die Angaben von Schröder van der Kolk leicht in Ueborein-stimmung bringen lassen. Nach ihm gehen die Fasern des Trochlearisauf derselben Seite heraus. In der Commissur liegen die Fasern, die vonder andern Gehirnhälfte kommen und hier erst zum Kerne des Trochlea-ris hingehen. Prof. S. Exner hat den Nervus trochlearis einseitig vonseinem Kerne aus zu reizen gesucht und Bewegung des Musculus obliquussuperior an derselben Seite und nur an derselben Seite erhalten. Es istdies selbstverständlich im Einklänge mit der Ansicht von Schröder vander Kolk und unvereinbar mit der Annahme, dass der Trochlearis inder Valvula eerebelli auf die andere Seite hinübergehe.
Der Trochlearis anastomosirt in der Wand des Sinus cavernosus mitdem Trigcminus. Er nimmt dort sensible Fasern auf und geht dann zumMusculus obliquus superior seu Musculus trochlearis, den er innervirt.Demnach ist seine Physiologie sehr einfach. Seine Lähmung ist wenigerdurch äussere Erscheinungen kenntlich wie die des Oculomotorius, weildas Auge nur wenig in seiner Stellung verändert ist. Der Kranke selbst