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2 : S/S. 1886 (1887) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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N. syrapathicus.

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ticus des Darmkanals zu Stande kommt, und wie viel bei demselben jedes-mal auf die Erregung von Nervenfasern und wie viel auf die directeErregung der Muskelfasern zu rechnen sei. Da dem Darmkanale mit demSympathicus die verschiedenartigsten Nervenfasern zugehen, motorische,vasomotorische, hemmende u. s. w., so sind auch die Erscheinungen,welche auf Eeizung desselben eintreten, in hohem Grade inconstant. Manbat Bewegungen des ruhenden Darmkanalcs auf Eeizung der N. splanchnicieintreten gesehen. Man hat aber andererseits den bewegten Darmkanalauf Heizung der N. splanchnici zur Ruhe kommen gesehen und hat darausgeschlossen, dass der N. splanchnicus ein Ilemmungsnerv für den Darm-kanal sei. Alle diese Erscheinungen aber, welche man hier auf Beizungerhält, sind deshalb schwer zu beurtheilcn, weil auch noch andere Ein-flüsse in Betracht kommen als diejenigen, welche man durch die Norvcn-reizung direct erzeugt. Vor Allem wirkt die atmosphärische Luft ein.Der Einfluss dieser wurde in neuerer Zeit durch Sanders insofern biszu einem gewissen Grade eliminirt, als die ganzen Versuche in einerKochsalzlösung von 0"6°/ 0 angestellt wurden. Dann wirkt aber auch dasBlut ein, welches in grösserer oder geringerer Menge in den Darmkanalhinemfliesst, und namentlich ist es nach den Versuchen von SigmundMayer und v. Basch der venöse Zustand des Blutes, welcher Contractionenhervorruft. Sie haben unter allen Umständen, wo das Blut in den Darm-gefässen venös wurde, oder wo venöses Blut in die Darmgefässe hinein-floss, Contractionen im Darmkanale eintreten gesehen. Bei dieser Viel-fältigkeit der Bewegungsursachen kann man sich wohl nicht wundern,dass die Resultate der Versuche und die Schlüsse, die aus ihnen gezogenwurden, bei verschiedenen Beobachtern so verschieden ausfielen. Von derrefleetorischen Wirkung der Splanchnici auf die Athembcwegungen ist schonfrüher gesprochen, als der Einfluss des Vagus auf dieselben erörtert wurde.

Die Nerven der Milz stammen nach J. Bulgak wesentlich aus demoberen Theile des Rückenmarks. Von der Medulla oblongata aus lässt siesich nicht in Contraction versetzen; leicht dagegen, wenn man den oberenAbschnitt des Rückenmarks vom Atlas bis zum vierten Halswirbel reizt.Heizt man weiter nach abwärts, so fallen die Contractionen schwächeraus; bei Reizungen unterhalb des eilften Brustwirbels bleiben sie ganzaus. Der Austritt motorischer Nerven für die Milz erfolgt nach ihm beiHunden in allen vorderen Wurzeln zwischen dem dritten und zehntenBrustwirbel; sie sammeln sich im N. splanchnicus major der linken Seiteund werden so dem Ganglion coeliacum und der Milz zugeführt.

Nach Charles S. Roy kann man indessen auch durch Reizung derperipherischen Stümpfe der durchschnittenen Vagi die Milz in Zusammen-ziehung versetzen. Nach ihm kann ferner durch Heizung sensibler Nervenauf dem Woge des Reflexes Milzcontraction hervorgerufen werden, auchdann noch, wenn beide Vagi und beide Splanchnici durchschnitten sind.

Die motorischen Blasennerven stammen nach Versuchen von Budgcaus dem dritten und vierten Sacralnerven. Die zugehörigen centralenBahnen sollen durch die Vorderstränge bis in die Pedunculi cerebri verfolgtwerden können. Blasenlähmungen nach Rückenmarksverletzungen in denverschiedensten Höhen sind auch allen Acrzten wohl bekannt. Nach Gia-nuzzi und nach Goltz bekommen indessen Hunde, denen das Rücken-mark durchschnitten ist, meist wieder nach einiger Zeit das Vermögen