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Augenspiegel.
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Principe einen zweiten Augenspiegel. Denken Sie sich., die Strahlenkommen aus dem Auge A Figur 52 parallel oder schwach convergirendheraus, und ich bringe vor dasselbe eine Sammellinse p, so werden dieStrahlen zusammengebrochen werden, und es wird von dem Netzhautbildeein umgekehrtes Luftbild (siehe den Pfeil) entworfen werden. Diesessehe ich durch eine Sammellinse q an, welche ich als Ocular vor meineAugen lege. Durch Abändern der Entfernung zwischen diesen beidenRammellinsen oder ihrer Entfernung vom Auge kann ich mir also ähnlichwie beim Einstellen eines astronomischen Fernrohres immer ein deut-liches Bild vom Grunde des Auges verschaffen. Es handelt sich jetzt nurdarum: wie beleuchte ich? Dazu hat Ilucte folgenden Weg eingeschlagen.Er nimmt einen ziemlich grossen Concavspiegel d r, der in der Mitte voneinem Loche durchbrochen ist, und stellt demselben gegenüber eine Licht-
Fig. 52.
quelle / auf. Das Licht wird durchden Concavspiegel in das Auge Areflectirt, und durch die Oeffnung, diein der Mitte des Spiegels angebrachtist, kann dasselbe von dem Auge Bbeobachtet werden. Diese beidenAugenspiegel sind die Vorfahren allerAugenspiegel, die seitdem in grosser Anzahl erfunden worden sind. DieAugenspiegel lassen sich nur immer nach einem von den beiden Prin-cipien erfinden, die Ausführung aber lässt sich in mannigfacher Weisevariiren. Man kann z. B. einen solchen durchbrochenen Spiegel alsMittel zur Beleuchtung nehmen, und kann das beobachtende Auge miteiner Zerstreuungslinse corrigiron, die vor oder hinter dem Loche desSpiegels angebracht ist. Dann hat man das optische Princip vom Hclm-holtz'schen Spiegel hergenommen, die Beleuchtung aber nach Buete ein-gerichtet. Man kann ferner, wie Hasner gethan hat, Zerstreuungs-linsen auf der planen oder convexen Seite mit Spiegelfolie belegen unddiese in der Mitte wegnehmen, so dass man hier hindurchsehen kann,und somit diese foliirte Linse als Beleuchtungsapparat und zugleich alsCorrectionslinse verwenden.