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Kefractionsanomalien.
Sehen in die Nähe. In so geringer Entfernung kann meist nicht mehrdauernd und ohne Anstrengung binoculär gesehen werden, weil man dieReeti interni zu stark contrahiren muss, um noch von beiden Augen ineiner solchen Entfernung einfache Bilder zu haben.
Das bleibend progressiv kurzsichtige Auge ist das schlechteste vonallen. Es ist das kurzsichtigste schon in der Jugend, der Fernpunkt liegtnach dem von Donders gegebenen Schema (s. Figur 47) zwischen t> und8 Zoll, der Nahepunkt bei 2%j Zoll. Der Nahepunkt rückt noch heranin den Jünglingsjahrcn, später rückt er hinaus mit schwindender Accom-modation. Der Fernpunkt rückt mit zunehmenden Jahren heran. Er istmit 60 Jahren auf 2 2 / 3 Zoll herangerückt und nähert sich dann allmälig
47.
10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80
2V,,
2 2 / 3
33/ 7
4Vs
24
— 1:24
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noch mehr. Dies sind die Augen, in denen sich Staphyloma posticum undGesichtsschwäche in Folge beginnender Netzhaut-Atrophie ausbildet, unddie häufig im hohen Alter ganz erblinden.
Ausser diesen verschiedenen Formen von Kurzsichtigkeit, die Folgendes Baues des Auges, der Krümmungshalbmesser der brechenden Flächenund der Länge der Augenaxo sind, gibt es noch eine erworbene Kurz-sichtigkeit, oder richtiger eine angewöhnte Kurzsichtigkeit. Diese beruhtdarauf, dass Leute, die schon in ihrer Jugend viel in der Nähe arbeiten,Gymnasiasten, die viel Texte mit kleiner Schrift lesen, Stickerinnen, diesehr feine Arbeiten machen, zuletzt das Vermögen verlieren, ihren Accom-modationsapparat vollständig zu entspannen. Sic lassen ihr Auge dauerndfür die Nähe eingestellt, sie wissen nicht mehr, wie sie es machen sollen,um ihr Auge so weit für die Ferne einzurichten, dass sie es für denwahren Fernpunkt, der der Gestalt der optischen Medien und der Tiefedes Auges entspricht, einstellen.
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