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Albiiminoicle.
eine Trübung entsteht. Chonclrin giebt durch Schwefelsäure zersetzt nurLeu ein und kein Glycin. Beim Kochen mit Salzsäure liefert es unteranderen Zersetzungsproducten Traubenzucker.
Hornstoff. Hornstoff. Keratin. Zusammensetzung in 100 Thln.: Kohlenstoff
50-86, Wasserstoff 678, Stickstoff 16-98, Schwefel 2'88, Sauerstoff 22'50.
Chemisch rein ist der Hornstoff noch nicht dargestellt und es istüberhaupt die chemische Natur des Horngewebes noch nicht genügenderforscht. Zum Horngewebe rechnet man verschiedene Theile des thie-rischen Organismus, die in ihrer histologischen Structur mit jener derHöruer der wiederkäuenden Säugethiere Uebereinstimmung zeigen. Imjugendlichen Zustande bestehen sie alle aus kernhaltigen Zellen, welcheaber bei späterer Entwickelung in kernlose Schüppchen oder Blättchenübergehen. Zellenmembran, Inhalt und Kern scheinen anfangs chemischdifferent zu sein. Es gehören hierher Epithelium, Epidermis, Nägel,Klauen, Hörn, Haare, Wolle, Federn, Fischbein und Schildpatt.
Alle diese Gewebe sind ihrem grössten Theil nach unlöslich in Was-ser, Alkohol und Aether; durch Kochen mit Wasser werden sie zumTheil weich, geben aber keinen Leim. Werden einige davon unter einemDrucke von mehreren Atmosphären mit Wasser gekocht, so gehen siegrösstentheils in Lösung (Haare). In sehr concentrirter Essigsäure quel-len sie gallertartig auf und lösen sich, mit Ausnahme der Haare. In Al-kalien lösen sie sich leicht auf; die alkalische Auflösung giebt mit Essig-säure versetzt, unter Entwickelung von Schwefelwasserstoff einen Nieder-schlag. Hörn entwickelt schon mit Wasser gekocht Schwefelwasserstoff.Schwefelsäure zersetzt diese Gewebe unter Bildung von viel (4 Pro«.)Tyrosin und Leucin. Salpetersäure färbt sie gelb (Xanthoprote'in-säure). Die Vogelfedern und Haare geben eine Asche, die nicht unbe-trächtliche Mengen von Kieselerde enthält.
Fibrom. Fibroin: CigH^NsOc. Das Fibrom ist ein Bestandtheil der Seide
und der sogenannten Herbstfäden.
Getrocknet stellt es eine weisse, glänzende, zerreibliche, geruch- undgeschmacklose, in Wasser, Alkohol und Aether unlösliche, in Essigsäurenur wenig lösliche Masse dar, die sich in basisch-schwefelsaurem Kupfer-oxyd-Ammoniak löst, ebenso beim Kochen mit kaustischen Alkalien.Wird die alkalische Lösung mit Wasser verdünnt, so scheidet sich dasFibroin wieder unverändert in Flocken aus. Concentrirte Schwefelsäure,Salpetersäure und Salzsäure lösen es ebenfalls auf; aus der mit Wasserverdünnten Auflösung wird es durch Gallnstinctur wieder niedergeschlagen.Eine Eigenthümlichkeit des Fibroms ist es, dass es aus seinen Lösungengefällt, stets wieder in Fadenform abgeschieden wird. Durch längeresKochen mit Schwefelsäure wird es unter Bildung von Tyrosin, Leucinund Glycin zersetzt.
Am bequemsten erhält man das Fibroin aus Kohseide, indem man die-selbe mit kalter Natronlauge behandelt, die farblos gewordene nach etwa