Sauerstoffhaltige ätherische Oele. 581
gelikasäure (vgl. S. 219), wahrend der Kohlenwasserstoff: CjoHk;, un-verändert üherdestillirt. Mit weingeistiger Kalilösung destillirt, liefertder sauerstoffhaltige Bestandtheil des Kömisch-Kamillenöls Angelika-säure und Angelikaalkohol. Das Oel ist daher wahrscheinlich einezusammengesetzte Aetherart.
Nelkenöl, Ol. Caryophyllorum. Dieses Oel ist in den Gewürznel-ken, den unentwickelten Blüthen von Caryophylhts aromaticus, enthaltenund wird daraus durch Destillation mit Wasser gewonnen. Es ist einGemenge eines Camphens und eines sauerstoffhaltigen Oeles von schwachsauren Eigenschaften: C^Hi^O?, welches daher auch Nelkensäure(Eugetinsäure) genannt wird (s. Eugenol S. 517).
Thymianöl, Ol. Thymi vulgär. Das Thymianöl scheidet in derKälte ein Stearopten von der Formel: C10IK4O ah, Thymol, welcheswir bereits S. 468 kennen gelernt haben. Neben dem Thymol ist imThymianöl ein Kohlenwasserstoff von der Formel der Camphene, dasThymen, enthalten. Das Stearojsten des Monardaöls scheint mit demThymol identisch zu sein.
Pfeffermünzöl, Ol. Menthae piperü. Dieses Oel scheidet in derKälte ein Stearopten ab, den sogenannten Menthencamphor (s. w.unten).
Bautenöl, Oleum Ilutae. Dieses Oel enthält Nonylmethylketon(vergl. S. 199).
Spiräaöl, Oleum Spiraeae. Durch Destillation der Blüthen derSpiraca ulmaria gewonnen, ist es ein Gemenge von salicyliger Säure(vergl. S. 506) und einem indifferenten Oel.
Gaultheriaöl oder Wintergreenöl, Oleum Gaultheriae. DerHauptbestandtheil dieses aus Gaultheria procumbens gewonnenen wohl-riechenden Oeles ist Salicylsäuremethyläther (vgl. S. 505). Ausser-dem enthält es einen Kohlenwasserstoff von der Formel der Camphene,das Gaultherilen: C 10 H 16 .
Geraniumöl, Ol. Geranii incl. Enthält Geraniol: C 10 H 18 O, einebei 232 bis 233° siedende dickliche Flüssigkeit. Mit Kalihydrat ver-schmolzen liefert es Valeriansäure, ebenso mit Kaliumpermanganat be-handelt. Chromsaures Kalium und Schwefelsäure geben Essigsäure, Va-leriansäure und Bernsteinsäure.
Eucalyptusöl, das ätherische Oel aus Eucalyptus globulus, einemin Tasmanien heimischen, im südwestlichen Europa cultivirten Baume, ent-hältEucalyptol: C^B^oO, eine farblose, aromatisch riechende, bei 175"siedende Flüssigkeit.
Noch wenig studirt sind die nachstehenden sauerstoffhaltigen Oele:
Fenchelöl, Ol. Faeniculi und Esdragonöl: Ol. Artemisiae JJracunculi,durch Destillation des Fenchelsamens und der Blätter des Esdragons mit Was-ser gewonnen; verhalten sich dem Anisöl analog und enthalten dasselbe Stea-
Xelkenol.
Thymianölenthält daadem .PhenolhomoIngeThymol.
Thymen.
Pfeffer-münzöl,
Kautenol.
Spiraaöl.
Gaulthe-riaöl.
Geraniumöl.
lluealyptusöl.