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2 (1873) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Bitterstoffe, Pigmente etc.

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gebt beimKochenmit Säurenin Oroselinund Vale-riansäureüber.

zersetzt. Beim Erhitzen mit Salzsäure zerfällt es in Valeriansäure

und Oroselin:

C 2 ±H 30 O 7 = C u H l0 O 3 + 2(C 5 H 10 O 2 )Athamanthin Oroselin Valeriansäure

Dieselbe Zersetzung erleidet es durch Schwefelsäure.

Oroselin: C 14 Hio 0 3 , ist eine in farblosen Krystallen sich aus- Orosoiin.scheidende, in Wasser unlösliche, in Alkohol und Aether schwer löslicheVerbindung. Es ist nicht-flüchtig, und verwandelt sich beim Kochenmit Wasser unter Aufnahme von 1 Mol. Wasser in Oroselon: C 14 Hi 2 0.|,einen leicht löslichen, krystallisirbaren Körper. Mit Salpetersäure behan-delt, giebt Athamanthin eine Nitroverbindung: C^EL^ (N02)307.

Laserpitin: C2 4 H 3C 07. Ist in der Wurzel von Laserpitium lati- Lasernitin.foliuni enthalten, und wird daraus durch Weingeist ausgezogen.

Farblose, geruch- und geschmacklose rhombische Prismen, unlöslichin Wasser, löslich in Alkohol und Aether, sowie in Chloroform. Sieschmelzen bei 114° und sublimiren, stärker erhitzt, unzersetzt. Bei derBehandlung mit Kalihydrat zerfällt es in Angelicasäure und einenharzartigen Körper von pfefferartigem Geruch (Laserol) nach der Glei-chung :

C 24 H 36 0 7 -f H 2 0 = 0 14 H 22 0 4 + 2 (C 8 H 8 0 2 )Laserpitin Laserol Angelicasäure

Peucedanin. Imperatorin: C 24 H 24 0 e ,. Wird aus der Wurzel Peucedaninwn. Peucedanum officinale und Imperatoria Ostruthium gewonnen. Kleine,farblose, bei 75° C. schmelzbare Prismen, in Wasser wenig löslich. BeimKochen mit Alkalien zerfällt es unter Wasseraufnahme in Angelicasäure und Oroselon:

C M H 24 0 6 + 2H 2 0 = 2(C 6 H 8 0 2 ) + C I4 H 12 0 4Peucedanin Angelicasäure Oroselon

zerfälltbeim Ko-chen mitAlkalien inAngelica-säure undOroselon.

Pikrotoxin: C ]2 Hi 4 0 5 . Dieser in den sogenannten Kokkelkör- Pikrotoxinnern: den Früchten von Menispermiim Coecuhis, vorkommende Bitterstoffwird daraus durch kochenden Alkohol, oder durch Kochen mit salzsäure-kltigem Wasser ausgezogen. Farblose, glänzende Blättchen , die einenunerträglich bitteren Geschmack besitzen und in heissem Wasser, in Al-I kohol und Aether löslich sind. Die Lösungen reduciren alkalische Kupfer-oxydlösungen. Das Pikrotoxin ist äusserst giftig und wirkt schon inkleiner Dosis Schwindel erregend. Es ist der wirksame Bestandtheil derKokkelskörner.

ist sehrgiftig.

Santonin: Ci 5 Hjs0 3 . Ist im Wurmsamen: den Blumenköpfen von SantoninArtemisia santonica s. Vahliana, dessen wirksamer Bestandtheil das San- ist dertonin ist, enthalten. Man gewinnt es daraus, indem man den Wurm- Bestand-Barnen mit Kalkmilch auskocht und den Auszug durch Salzsäure fällt. Es wurm- 0 "krystallisirt in perlmutterglänzenden Prismen, die färb- und geruchlos samens -sind und schwach bitter schmecken und sich am Lichte rasch gelb fär-ben, wobei sie nicht selten zerspringen. Die Krystalle erleiden dabei we-