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Glykoside.
Darstellung.
Catechu-gerbsäure.
Catechu-*auren.
Catechu-säure.
Itinogerb-säure.
Chinagerb-sliure.
später zum Insecte zu rnetainorphosiren. Die chinesischen Galläpfel sol-len durch den Stich einer Aphis auf eine Sumachart entstehen.
Darstellung. Man erhält die Galläpfelgerbsäure aus den Galläpfeln in-dem man dieselben gepulvert in einen sogenannten Verdrängungsapparat: einschmales, an einem Ende verschliessbares Gefäss, Fig. 19, bringt und gewöhnlichenwasserhaltigen Aether langsam durchfliessen lässt Mit dem überschüssigen Aetherfliesst eine dickliche gelbe Flüssigkeit ab, die eine concentrirte Lösimg vonGerbsäure in ätherhaltigem "Wasser ist. Aus dieser Flüssigkeit wird die Säuredurch Abdampfen gewonnen.
"Weitere wenig studirte Gerbsäuren sind:
Oatechugerbsäure: C 27 H 2 40 ]2 ?. Im Catechu, einem aus Ostindienstammenden, aus Mimosa Catechu gewonnenen Bxtracte enthalten.
Die Eigenschaften der Catechugerbsänre sind denen der Galläpfelgerbsäurevielfach ähnlich, sie ist unlöslich in Aether, fällt Eisensalze schmutzig grünund giebt keine Gallussäure.
Catechusäuren. Die verschiedenen im Handel vorkommenden Sortenvon Catechu enthalten ausser Oatechugerbsäure noch eine nicht zu den Gerb-säuren gehörige Säure, die
Catechu säure (Catechin): C :Fig. 19
H 18 0 8 . Kleine, seidegiänzende Nadeln,
löslich in kochendem Wasser, in Alko-hol und Aether, bei 217°C. schmelzendund stärker erhitzt sich unter Bildungvon Brenzkatechin und anderen Pro-ducten zersetzend. Die wässerigen Lö-sungen der Catechusäure nehmen beimKochen Sauerstoff auf und färben sichbraun. Auch ihre alkalischen Lösungenfärben sich an der Luft. Eisenchloridfärbt sie grün. Sie reducirt edle Metalleaus ihren Lösungen, und scheidet ausalkalischen Kupferoxydlösungen Oxydulab. Beim Schmelzen mit Aetzkali liefertsie Protocatechusäure und Phloro-glucin. Auch schon durch blosses Ko-chen mit Kalilauge erhält man darausPhloroglucin.
Man erhält diese Säure durch Aus-kochen des mit kaltem "Wasser, welchesdie Gerbsäure aufnimmt, erschöpften Ca-techus.
Kino gerb säure. Ist der Haupt-bestandtheil des Gummi Kino oder Kino,welches.ein rothbraunes Extract darstellt, und in "Westindien aus Coccoloba uvi-fera, in Afrika aus Drepanocarpus Seneyalensis gewonnen wird.
Die Kinogerbsäure färbt Eisensalze grün und fällt Leimlösung.Chinagerbsäure. Ist in den Chinarinden in "Verbindung mit organischenBasen enthalten, und wird bei der Gewinnung der letzteren erhalten. Sie istder Galläpfelgerbsäure sehr ähnlich, fällt aber Eisensalze grün und giebt keineGallussäure. Ein Zersetzungsproduct derselben ist das C h i n a r o t h, ein rothbrau-ner Körper, der in den Chinarinden enthalten ist, und durch Ammoniak ausge-