Stickstofffreie Glykoside.
W.)
C 2 oH 2S ü I4 + 2H 2 0 = C U H S 0 4 + 2(C 6 H 12 0 6 )Rubierythrinsäure Alizarin
Im alten Krapp, so wie er in der Färberei angewendet wird, hat Samueln.diese Spaltung sebon zum Tbeil stattgefunden; sie wird bescbleunigtdurch Anrühren des Krapps mit Schwefelsäure. (So behandelter Krappführt im Handel den Namen Garancin.) »
Quereitrin: G S : i }i 3 ( ] 0 17 , ist im Quercitron (der Rinde von Quercus Quereitrin.tindoria), einem aus Südamerika in den Handel gebrachten gelben Färbe-material, enthalten. Kleine gelbe Kryställchen, in kaltem und siedendemWasser wenig löslich. Durch Kochen mit verdünnten Säuren spaltet essich in Quercetin und Isodulcit (S. 349):
CasHaoOh 4" H 2 0 = C 27 H 18 0 12 + C 0 H H O (;Quereitrin Quercetin Isodulcit
Quercetin: C 27 Hi 8 0i2. Dieses Spaltungsprodukt des Quercitrins ist Quercetin.in Cälluna vulgaris, im Thee und in der Rinde des Apfelbaums fertiggebildet enthalten. Gelbes Krystallpulver, beim Erhitzen in schönen gel-ben Nadeln sublimirend, in "Wasser wenig, in Alkohol leicht löslich. Mitietzkali verschmolzen, liefert es Phloroglucin (S. 450) und Querce-tinsäure: Ci 8 Hi 0 O 7 , feine, seideglänzende, schwerlösliche Nadeln, die beiweiterer Behandlung mit schmelzendem Kalihydrat Protocatechu-säure (S. 515), Quercimerinsäure: C s H 6 0-, -f- H 2 0, dicke, in Wasserleicht lösliche Prismen, sich mit Eisenchlorid blauschwarz färbend, undschön krystallisirendes Paradiscetin: CisHioOei liefert.
Ein dem Quereitrin sehr ähnliches Glykosid ist das Rutin, in Rutayraveoiens und den Kappern (Blüthenknospen von Gapparis spinosa) ent-halten.
Carminsäure: C,;H ]S O 10 . Farbstoff der Cochenille (den Weib-chen eines Insectes Goccus Cacti), ausserdem aber auch in den BlüthennnMonarda didyma enthalten, und daraus durch Extraction mit Wasser,Fällen des wässerigen Auszugs mit Bleizucker, und Zerlegung des Blei-salzes mit Schwefelwasserstoff darstellbar. Purpurrothe amorphe Masse,leicht löslich in Wasser und Alkohol; verbindet sich mit Basen zu ge-färbten Salzen. Spaltet sich beim Kochen mit verdünnter Schwefelsäurein Carminroth und einen nicht gährungsfähigen Zucker:e J7 H 18 O 10 4- 2H 3 0 == C n H 12 0 7 + C (; H 10 O 5Carminsäure Carminroth
Carminroth: CiiH 12 0 2 , ist eine dunkelpurpurrothe, glänzende, inWasser und Alkohol mit rother Farbe lösliche Masse vom Charakter einerschwachen Säure.
Metallaunösungen erzeugen in den Auflösungen der Carminsäurezum Theil sehr schön gefärbte Lacke. Mit Salpetersäure erwärmt, liefertsie Oxalsäure und Nitr oeoecusäure: C 8 H 5 (NO;>);j 0 3 + H 2 0, identischmit Trinitrokresotinsäure; mit Wasser erhitzt, zerfällt sie in Koh-lensäure und Trinitrokresol. Schmilzt man sie mit Aetzkali, so er-
Rutin.
Carmin-säure.
Carmin-roth.
S7-TT-