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Drehverthise Alkohole und ihre Derivate.
2. Diglyceride. Zwei Moleküle der Säure verbinden sich mit 1 Mol.Glycerin unter Abseheidung von 2 Mol. "Wasser.
3. Triglyceride. Drei Moleküle der Säure verbinden sieb mit 1 Mol.Glycerin unter Abseheidung von 3 Mol. Wasser.
Bezeichnen wir mit R' ein beliebiges einwertbiges Säureradical, sosind die Formeln dieser Glyceride:
(OH
0 3 = 0 8 H 5 OH
OH
C 8 H 5 "'
H 3
Glycerin
0 8 H 8 '"
H.R 2 '
O a = C :i H 5
C;iH,,"'{ n __
H 2 .R'J Us ~
OH
Q,H B OH
|OR
Monoglycerid
C 3 H r /"l - __
K 3 ')° 3 -
(OR
Ca II B OR
(OR
Triglycerid
Verhaltender Glyce-ride.
Diglycerid
Auch das Verbalten der Glyceride ist dem der zusammengesetztenAetherarten analog. Sowie Letztere durch Behandlung mit Alkalien inDasselbe ein Alkalisalz der Säure und Alkohol zerlegt werden, demnach aus ihnenauaiog^ein der Alkohol regenerirt werden kann, so auch die Glyceride. Auch siemengesetz- zerfallen bei der Behandlung mit Alkalien in ein Alkalisalz der Säureten Aether. un t er Regeneration des Glycerins:
%%> + i}o
H|■ " K J ° +
Kalihydrat Essigsaures Kalium
.O'l
Essigäther
C 3 H,'"I 0 , K 3 1 0 _ (C 2 H 3 0) 3 ') 0 ,(C 2 H 3 0') 3 |° s + H 8 f°8 - K 3 } ü 3 +
Wj 0Alkohol
}o 3
Ihre Zerle-gung durchAlkalienist das, wasman Ver-seifung,ihre Zerle-gung durchBleioxyddas, wasman Pfia-sterhildungnennt.
Vorkom-men,
Essigsäure-Triglycerid Kalihydrat 3 Mol. essigsaures Kalium Glycerin
Diese Zerlegung der Glyceride in Säuren und Glycerin durch Alka-lien nennt man Verseifung. Eine gleiche Zerlegung erleiden die Gly-ceride durch Behandlung mit Bleioxyd (Pflasterbildung), oder ande-ren Basen. Auch durch Salzsäure werden sie zersetzt; Salzsäure undAlkohol, gleichzeitig darauf einwirkend, bewirken die Bildung des Aetkyl-äthers der vorhandenen Säure unter Freiwerden des Glycerins. BeimErhitzen zersetzen sie sich unter Bildung von Acrolei'n, auch durch Ein-wirkung der Luft und noch rascher des activen Sauerstoffs findet eineZerlegung desselben statt, wobei sie sauer werden, indem gleichzeitigdas Glycerin in Ameisensäure und Propionsäure zerlegt wird (Ranzig-werden der Fette). Durch Gegenwart fremder Stoffe wird diese Zer-setzung beschleunigt. Ueberhitzter Wasserdampf zerlegt sie in Glycerinund freie Säure. Es beruht hierauf eine Darstellungsmethode des Glyce-rins im Grossen.
Die Glyceride sind entweder neutrale, ölartige Flüssigkeiten, Oele,meist in Wasser unlöslich, leicht löslich aber in Aether, oder feste oderfestweiche, in Wasser unlösliche, krystallinische Stoffe.
Vorkommen. Die Glyceride gehören zu den verbreitetsten orgam-