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2 (1873) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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b. in derForm vonAmmoniak.

Allgemeiner Theil.

V . (p w)

0,0012502.

760 . (1 -p 0,0367 0

Vergl. übrigens Bd. I, 4te Aufl., Seite 144.

Die zweite Methode, bei welcher der Stickstoff in Ammoniak ver-wandelt und als solches bestimmt wird, gründet sich auf das Seite 53erörterte Verhalten stickstoffhaltiger organischer Stoffe beim Glühen mitden Hydraten der kaustischen Alkalien, wobei sämmtlicher Stickstoff der-selben in Ammoniak verwandelt wird.

Man verbrennt die vorher vollkommen getrocknete und genau ge-wogene organische Substanz mit einem Gemenge von kaustischem Natronund kaustischem Kalk: sogenanntem Natronkalk, in einer Verbrennungs-röhre, die kürzer wie jene bei Kohlenstoffbestimmungen, sonst aber geradtso gestaltet ist, nachdem die Füllung derselben in ganz ähnlicher "Weisewie bei Kohlenstoffbestimmungen ausgeführt wurde. Mit der Verbren-nungsröhre verbindet man mittelst eines durchbohrten Korkes luftdichtden zur Absorption des Ammoniaks bestimmten, und mit verdünnter Salz-säure halb gefüllten eigens gestalteten Kugelapparat u, Fig. 9, und glüht -nun die Röhre in analoger "Weise, wie bei Kohlenstoff bestimmungen. Denzusammengestellten Apparat versinnlicht Fig. 9.

Kg. 9.

Das Ammoniak wird von der. Salzsäure vollständig absorbirt, wäh-rend "Wasserstoff und Kohlenwasserstoffe entweichen, und Kohlensäure vondem Natronkalk zurückgehalten wird. Nach beendigter Verbrennung'bricht man die hintere Spitze ab, saugt Luft durch den Apparat, undbringt hierauf den Inhalt des Kugelapparates in eine Porzellansehale,spült den Apparat mit einem Gemisch von Alkohol und Aether vollstän-dig aus, und bestimmt das Ammoniak durch Ueberführung desselben inAmmoniumplatinchlorid, indem man die mit Platinchlorid im Ueberschussversetzte Lösung im W T asserbade abdampft, und den Rückstand mit einemGemisch von Alkohol und Aether extrahirt, welches den Platinsalniiniungelöst lässt, der nun auf einem gewogenen Filter gesammelt, und nachdem Trocknen bei 100° C. dem Gewichte nach bestimmt wird. Oder manglüht den Platinsalmiak und wägt das rückständige Platin.

Auch kann man das von titrirter Oxalsäure, statt von Salzsäure ah-sorbirte Ammoniak, auf mehrfache Weise titriren.