32 Allgemeiner Theil.
getreten, 2) die beiden ausgetretenen Wasserstoffatome waren an ein unddasselbe Kohlenstoffatom gebunden:
CH 2 . |0H 3
i und { i
CH 2 . ICH..
C0H4 =
graphisch
d
3£
4df^
b
*£*
Man kennt auch wirklich zwei Chloride von der Formel C 2 H4 Cl 2 ,das Aethylenchlorid und das damit isomere Aethylidenchlorid:
JCHoCl (CH 3
(CH 2 C1 (cHCl 2
Aethylenchlorid Aethylidenchlorid
Werden endlich dem gesättigten Molekül Carle drei At. H entzogen,so muss der Rest C 2 H 3 als dreiwerthiges Eadical fungiren. Wenn wirnicht annehmen wollen, das eine Kohlenstoffatom enthalte ausser der einendurch das andere Kohlenstoffatom gebundenen, keine weiteren gesättigtenValenzen, so ist nur ein solches Kadical möglich; es sind dann nämlich2 At. H an das eine, und 1 At. H an das andere Kohlenstoffatom gelagert:
bei verbin- Bei Verbindungen mit drei und mehr Atomen Kohlenstoff ist wie-
är"eTuii™ 1 der die einfachste Annahme die, dass die Kohlenstoffatome sich mit jemenKobJen- einer Valenz wechselseitig binden. In diesem Falle werden demnachBtoff. ^ei Verbindungen mit 3 At. Kohlenstoff von den zwölf Valenzen dersel-
ben vier, bei solchen mit 4 At. Kohlenstoff von den sechszehn Valenzensechs, zur gegenseitigen Bindung verbraucht. Das gesättigte Molekülhat daher, wenn wir mit A gesättigte Valenzen bezeichnen, bei Verbin-dungen mit 3 At. Kohlenstoff die Form C3A8, bei solchen mit 4 At.Kohlenstoff die Form C 4 Ai 0 . Für jedes neu hinzutretende Kohlenstoff-atom wird daher die Zahl der Valenzen, die nicht in gegenseitiger Bin-dung stehen, um zwei Valenzen erhöht.
Die Anzahl der in einem gesättigten Moleküle von n Atomen Koh-lenstoff enthaltenen Wasserstoffatome, oder anderer einwerthiger Atomewird demnach ausgedrückt durch die Gleichung:
2 4- n (4 — 2) = 2 -f 2 n.
Das gesättigte Molekül von dem Kohlenstoffkern Cs besitzt, wennwir uns die acht Valenzen durch Wasserstoff oder andere einwerthigeElemente befriedigt denken, die Form:
C3 H.<
cixklr