VIII
Vorwort zur ersten Auflage,
bei der Einzelbeschreibung eingehender zu berücksichtigen, dietheoretisches und praktisches Interesse darbieten. Deshalb habeich die zahlreichen Substitutionsderivate gewöhnlich nur in schema-tischen Uebersichten gegeben und nur einzelne derselben besondershervorgehoben. Ich war ferner bestrebt, diejenigen Beziehungen derorganischen Verbindungen hervorzuheben, die für die Physiologieund Pharmacie von Bedeutung sind. Allein ich muss, so wie ich esbereits im Vorworte zum ersten Bande gethan, mit aller Entschieden-heit betonen, dass ich ein Elementar-Lehrbuch der Chemieschreiben wollte, welches nur in der Art der Behandlung dem Stand-punkte s tu dir en der Mediciner möglichst angepasst erschiene. MeinBuch soll daher weder eine pharmaceutische noch eine physiologischeChemie ersetzen, es soll weder eine Pharmacopoe, noch einen Com-mentar dazu entbehrlich machen, es enthält von Allem dem, was derStudirende in den Vorlesungen über Pharmacie, Pharmacologie, Pa-thologie oder Physiologie noch zur Genüge zu hören bekommt, wenigoder nichts. Büchern, welche für das medicinisch- und pharmaceu-tisch-praktische Bedürfniss berechnet sind, will und kann mein Buchkeine Concurrenz machen.
Ebensowenig können analytische Methoden in einem Elemeii-tar-Lehrbuche eingehendere Berücksichtigung finden. Wenn ichtrotzdem.am Schlüsse des Bandes die Elementaranalyse abhandelte,so möge man dies mehr als eine dem herrschenden Usus dargebrachteConcession, wie als Ausdruck meiner Ueberzeugung ansehen.
Erlangen, im October 1859.
Der Verfasser.
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