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M c h r b a s i s c h e Säuren.
bei 187° sieden. Sie besitzt einen dem Kreosot ähnlichen Ge-ruch, löst sich wenig in Wasser, leicht in Alkohol und Aether.Mit den Alkalien verbindet sie sich zu krystallisirbaren Salzen,treibt aber die Kohlensäure nicht aus ihren Salzen aus. Sie coa-gulirt Eiweiss und geht damit eine der Fäulniss nicht fähige Ver-bindung ein. Mit Chlorwasserstoffsäure getränktes Tannenholzfärbt sie blau. Die Phensäure lielert mit Chlor, Brom und Sal-petersäure eine Reihe von Substitutionsproducten (778.), welcheden Charakter von Säuren in weit höherem Maasse als sie selbstbesitzen.
Mehrbasische Säuren.
Säuren der allgemeinen Formel: C än H 2n _ 2 0 8 .
843. Die homologen Säuren der Reihe, welche durch obigeFormel sich darstellen lässt, enthalten sämmtlich 2 Aeq. durchBasen vertretbares Wasser, so dass ihre rationelle Formel 2 II 0 .C, n H 2 n— 4 0 6 geschrieben wird. Sie zeigen grosse Uebereinstim-mung in ihren Eigenschaften, und entstehen (mit Ausnahme derFettsäure) gemeinschaftlich aus Oelsäure und den meisten Fettenbei der Behandlung mit Salpetersäure, wobei sie, weil sie erstin hoher Temperatur fluchtig sind, in der Retorte, in welcherman die Oxydation mit Salpetersäure vornimmt, zurückbleiben,während die gleichzeitig entstehenden flüchtigen, fetten Säuren(807.) überdestilliren. Einzelne Säuren dieser Reihe lassen sichaus verschiedenen anderen organischen Stoffen gewinnen.
Diese Säuren sind sämmtlich krystallisirbar, in Wasser, Al-kohol und Aether löslich; beim Erwärmen schmelzen sie er?tüber 100°, und verflüchtigen sich in höherer Temperatur in er-stickenden Dämpfen. Sie sublimiren hierbei theils ohne Verän-derung, theils unter Verlust von 2 Aeq. AVasser, welches sie beimZusammenkommen mit Wasser wieder aufnehmen.
Man kennt folgende Glieder dieser Reihe *):
*) Die Oxalsäure, HO.CjO , gehört, wenn man sie als zweibasi-sche Säure betrachtet, 2HO.C,0 6 , derselben Keine an.