Es s
igsaure.
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Bringt man auf einen Teller eine Schale mit Platinschwarza (Fig. 178), bedeckt diese mit einer Glasglocke, so dass sie aufdrei Stückchen Holz steht, um einen lang-samen Luftwechsel möglich zu machen,und lässt durch einen, in eine feine Spitzec ausgezogenen Trichter 6 allmälig Alkoholzutröpfeln, so findet eine Temperaturerhö-hung statt, und der Alkohol verwandeltsich in Essigsäure. Die Essigsäure ver-dampft , verdichtet sich auf der kaltenWand der Glocke und rinnt in Tropfenauf den Teller. Gleichzeitig bildet sichstets eine gewisse Menge von Aldehyd,indem ein Theil des Alkohols eine un-vollständige Oxydation erleidet.
Die Fabrikation des Essigs (verdünnte Essigsäure) beruhtauf einer ähnlichen Oxydation des in gegohrenen Flüssigkeiten(z. B. Wein, Bier) enthaltenen Alkohols, wobei die Aufnahmedes Sauerstoffs durch die Gegenwart eines im Zustande derVerwesung begriffenen Ferments (793.) bewirkt wird.
Zu einer raschen Ueberführung des Alkohols in Essigsäureimiss derselbe verdünnt sein und der Luft eine grosse Flächedurbieten. Im. Grossen nimmt man einen mit 8—9 Theilen Was-ser verdünnten Alkohol (Branntwein), und lässt ihn tropfenweiseauf Fässer fallen, welche mit Hobelspänen gefüllt sind. DieseF.is.-er A (Fig. 179), Essigbildner genannt, enthalten unten eine
Anzahl von Löchern a, sowieoben eben solche 6, wodurchein fortwährender Luftwechselbedingt wird. Am oberenTheil des Fasses ist fernerein siebförmigcr Boden c deangebracht,'.wodurch der Al-kohol in Tropfen zertheiltauf die Holzspäne fliesst undallmälig bis auf den Bodendes Fasses rinnt. Die Holz-späne werden zuerst mit £s-ig getränkt, wodurch sie ineinen Zustand von Verwesungübergehen, welcher die Oxy-dation des Alkohols vermit-
Fig. 179.