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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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666
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Elementaranal yse.

zuerst das doppelt-kohlensaure Natron mit einigen glühendenKohlen und verdrängt durch die entweichende Kohlensäure diein der Röhre enthaltene atmosphärische Luft, welche in Blasendurch das Quecksilber streicht. Wenn eine aufgefangene Probe desGases von Kalilauge vollständig absorbirt wird, bringt man eine mitQuecksilber gefüllte graduirte Glasglocke C, in welche man 50bis 60 Cubik-Centimeter Kalilauge aufsteigen lässt, über die Oeff-nung der Gasleitungsröhre, erhitzt durch Umgeben mit glühen-den Kohlen zuerst den vorderen Theil der Verbrennungsröhre,und nähert, wenn dieser gehörig glüht, die Kohlen der Mischungder organischen Substanz mit Kupferoxyd. Gleichzeitig erhitztman das hinter der Mischung befindliche reine Kupferoxyd zumGlühen. Hat man, allmälig fortschreitend, die ganze Röhre zumGlühen gebracht, so ist alle organische Substanz verbrannt, undman muss nun wieder die hierbei entstandenen Gase, Kohlensäureund Stickstoff, aus der Röhre in die Glocke treiben, weshalb manden noch unzersetzten Theil des zweifach-kohlensauren Natronsmit glühenden Kohlen unigiebt, so dass abermals ein Strom vonKohlensäure sich entwickelt.

Die bei der Verbrennung gebildete und die aus dem doppelt-kohlensauren Natron entwickelte Kohlensäure wird in der Glockevon der Kalilauge absorbirt, so dass in dieser nur das Stickstoff-gas bleibt, dessen Menge man inisst. Man bringt zu diesemZwecke die Glocke in ein grosses Gefäss mit destillirtem Wasser,wobei das Quecksilber niedersinkt und die Kalilauge sich mit demWasser vermischt, und misst die Menge des Stickstoffs. Gleich-zeitig muss der Barometerstand und die Temperatur des Wassersbestimmt werden, woranl man alle nöthigen Angaben besitzt, umdas Gewicht des aus der organischen Substanz entwickelten Stick-stoffs zu berechnen.

7G7. Nach dem zweiten Verfahren wird der in der organi-schen Substanz enthaltene Stickstoff durch Glühen mit Alkall-hydrat in Ammoniak übergeführt und als solches bestimmt. Manträgt in eine concentrirte Natronlauge etwa doppelt so viel Aetz-kalk als die Lösung Natronhydrat enthält, und entfernt das über-schüssige Wasser durch Erhitzen im hessischen Tiegel. Dashierdurch er-haltene Gemenge von Natronhydrat und Kalkhydrat,der sogenannte Natronkalk, wird gepulvert und in einem wohlverschlossenen Gefäss aufbewahrt.

Man wägt die zu analysirende Substanz genau ab und ver-mischt sie mit der G- bis lOfachen Menge von Natronkalk ineinem lauwarmen Mischungsmörser, füllt das Gemenge in eine