6G0
E 1 einent ar analyse.
Prüfung auf einen Gehalt an Chlor, Ilrom oder Jod.
702. Die chlorhaltigen organischen Substanzen geben, inihren Lösungen mit salpetersaurem Silberoxyd versetzt, keinenNiederschlag von Chlorsilber; man tnuss zuerst die organischeVerbindung zerstören, um die gewöhnlichen ßcactionen derChlormetalle zu erhalten. In ähnlicher Weise verhalten sich dieorganischen brom- oder jodhaltigen Stoffe. 1 m daher eine or-ganische Substanz auf einen (ielialt an Chlor, llrom oder Jodzu prüfen, glüht man dieselbe mit Kalkhydrat, löst die geglühteMasse in verdünnter Salpetersäure auf und versetzt die Lösungmit salpetersaurcm Silberoxyd. Ein Gehalt an Chlor, Brom oderJod giebt sich durch einen weissen, käsigen Niederschlag zu er-kennen, und man kann aus den (GG7 ff.) angeführten Eigenschaf-ten dieser Silberverbindungen leicht nachweisen, welcher vondiesen Stollen vorhanden ist.
In ähnlicher Weise verfährt man zur Prüfung auf andereElemente; im Allgemeinen zerstört man die organische Verbin-dung und untersucht die dadurch entstehenden unorganischenProducte. Was die Nachweisung von Wasserstoff und Sauer-stoff betrifft, so verfährt man dabei wie bei der quantita-tiven Analyse (7G3.) beschrieben wird. In den meisten Fällenlässt sich ein Gehalt an beiden Elementen daran erkennen, dassbeim Erhitzen der Substanz in einer Proberöhre ein Antlug vonWasser sich abscheidet.
Quantitative organische Elementaranalyse.
Bestimmung des Kohlenstoffs und Wasserstoffs.7G3. Der Kohlenstoff- und Wasserstoffgehall der organischen
Stoffe wird immer in einer Operation ermittelt: Man verbrennteine gewogene Menge der organischen Substanz mit einem leichtreducirbaren Metalloxyd, verwandelt hierdurch den Kohlenstoffin Kohlensäure, den Wasserstoff in Wasser und längt beide, ohneetwas davon zu verlieren, in Apparaten auf, deren Gewicht be-kannt ist, so dass durch die Gewichtszunahme die Menge derentstandenen Kohlensäure und des Wassers gefunden wird.
Als Verbrennungsmittel wendet man gewöhnlich das durch