G4C Spccif. Volum der festen und flüssigen Stoffe.
Specifisches Volum der festen und flussigen Stoffe.
74G. Vergleicht man die Volume der losten und flussigenStoffe, welche mit einander in Verbindung treten, so findet manmeistens keine so einfachen Verhältnisse, wie bei den (lasen. Dadiese Verbindungen stets in dem durch die Aequivalente ausge-druckten Gowichtsverhältniss erfolgen, und diese Gewichtsmengeneines Körpers unter denselben Verhältnissen auch stets denselbenKaum einnehmen, so müssen auch die Verbindungen stets inconstanten Volumverhältnissen stattfinden. Wir wollen nun un-tersuchen, in welchem Verhältniss die Volume der in Verbindungtretenden Stoffe gegenseitig stehen, und wie das Volum der Ver-bindung zur Summe der in Verbindung tretenden Volume sichverhält.
Bezeichnet man das Gewicht eines Aequivalents eines Stoffesmit A und das specifische Gewicht desselben mit S, so ist der
Quotient -=- = v das Volumen der durch das Aequivalent aus-gedruckton Masse; man nennt dieses Volum das specifischeVolum eines Körpers, da es ähnlich wie das specifische Gewichtnur eine Verhältnisszahl und von den als Einheiten für das Aequi-valent und das specifische Gewicht gewählten Grössen abhängt.Einige Chemiker nennen diesen Quotient auch Aequivalent-volum, oder Atoinvoluin, da er das Volum des Aequivalentsdarstellt. Denkt man sich das Aequivalent in Grammen aus-gedruckt, so bezeichnet das specifische Volum Cubikcenti-meter.
747. In der nebenstehenden Tafel sind die specifischen Volumeeiniger einlachen festen und flüssigen Stoffe zusammengestellt.
Ein Ueberblick der specifischen Volume dieser einfachenKörper zeigt, dass die festen und Aussigen Stoffe sich nicht ineinlachen Volumverhältnissen vereinigen wie die Gase. Eine ge-wisse Regelmässigkeit zeigt sieh jedoch darin, dass die in chemi-scher Hinsicht einander ähnlichen Stoffe, besonders solche, welcheisomorphe Verbindungen bilden, meist nahezu gleiche speeif. A o-lume besitzen, dass also äquivalente Mengen derselben gleichenRaum einnehmen. Dies ist z. B. der Fall mit Schwefel und Se-len — Chlor, Brom und Jod — Eisen, Mangan, Nickel, Kobalt,Chrom. Kupfer — Molybdän und Wolfram — Platin und Pal-ladium.
Hierbei muss noch berücksichtigt werden, dass die speeif.Gewichte und daher auch die speeif. Volume nicht lur gleiche