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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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G24 Chemische Aequi valente.

714. Zwischen den Gewichten der einlachen Stoffe, welchedurch ihre Vereinigung die unzähligen, jetzt schon bekanntenVerbindungen bilden, bestehen aber noch weit merkwürdigereBeziehungen, als die soeben erwähnten. Bevor wir diese jedochin ihrer Allgemeinheit aussprechen, wollen wir sie an einigenBeispielen näher kennen lehren.

Der Wasserstoff bildet mit dem Sauerstoff zwei genau be-nannte Verbindungen, das Wasser und das Wasserstoffhyper-oxyd; die mit derselben Gewichtsmenge Wasserstoff hierin ver-einigten Sauerstoffmengen verhalten sich wie 1 : 2. Berechnetman die Zusammensetzung der beiden Verbindungen so, dassin jeder 1 Gewichtstheil Wasserstoff enthalten ist, so erhält man:

Wasser......Wasserstoff . . 1,0

Sauerstoff . . 8,0

Wasserstoffhyperoxyd WasserstoffSauerstoff

9,0.

1,0

10,0

17,0.

Der Wasserstoff bildet auch mit dem Schwefel zwei Verbin-dungen, das Schwefelwasscrstoffgas und den sogenannten Wasser-stoffschwefel (113.), deren Zusammensetzung sich, gleichfalls aui

1 Gewichtstheil Wasserstoff berechnet, in folgender Weise dar-stellt:

Wasserstoff . . 1,0Schwefel . . lö,0

Schwefelwasserstoff

Wasserstoffsehwefcl

17,0.

Wasserstoff .

. 1,0

Schwel'el . .

. 3->,0

S8,0.

Man kennt nur eine Verbindung des Wasserstoffs mit Selederen Zusammensetzung in derselben Weise sich berechnet:Selenwasserstoffsäure . Wasserstoff . . 1,0Selen .... 39,3

40,3.Chlor, Brom und Jod bilden gleichfalls jedes nur eine Ver-bindung mit Wasserstoff, deren Zusammensetzung auf 1 Gewichts-theil Wasserstoff berechnet ist:

Chlorwasserstoffsäure . Wasserstoff . . 1,0Chlor . . . 35,5

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