Iridi um.
G17
den Platinbasen (G97.) entsprechend zusammengesetzte Palladium-basen.
Iridium.
Aequivalent: Ir = 98,7.
703 Das Indium *) kommt theils mit dem Platin legirt vor,theils ist es als Osmium-Iridium in einzelnen Körnern dem Platin-erz beigemengt. Das Osmium-Iridium bleibt bei der Behandlungdes Platinerzes mit Königswasser unverändert in weissen, metall-glänzenden, sehr harten und spröden KryStallkörnern zurück.Mengt man die Körner mit Kochsalz und erhitzt sie in einerGlasröhre zum Glühen in einem Strom feuchten Chlorgases, soverflüchtigt sich Osmiumsäure, die man durch Einleiten des Gasesin Kalilauge verdichtet, während das Iridium als Zweifach-lridium-natrium zurückbleibt. Der Rückstand wird mit Wasser behandelt,die Lösung eingedampft und geglüht, worauf man das entstan-dene Iridiumsesquioxydul durch Auslaugen mit Wasser von Chlor-natrium beireit. Dieses wird durch Wasserstoffgas unter Anwen-dung von Wärme reducirt und das entstandene metallische Iridiumdurch Kochen mit Chlorwasserstoffsäure und Königswasser vonbeigemengten Metallen (Eisen, Platin) befreit.
Das Iridium erhält man als graues Pulver von 15,8G spesif.Gewicht, das vor dem Knallgasgebläse geschmolzen zu einerweissen harten und spröden Masse erstarrt.
Das pulveri'örmige Metall oxydirt sich beim Glühen an derLuft, leichter noch, wenn es mit Kalihydrat und Salpeter geschmol-zen wird, zu Iridiumsesquioxyd, Ir 2 Oj. In Chlorwasserstoffväure,Salpetersäure, selbst in einer Mischung beider Säuren, ist es un-löslich , wenn es stark geglüht wurde und nicht mit Platin le-girt ist.
704. Man nimmt gewöhnlich drei Verbindungen desselbenmit Sauerstoff an, nämlich:
1) Iridiumoxydul, IrO;
2 1 ) Iridiumsesquioxyd, lr.,0 3 ;
3) Iridiumoxyd, Ir O s .
*) Tennant zeigte 1804, dass der im Königswasser unlösliche Rück-stand des Platinefzes zwei Metalle, Iridium und Osmium, enthält.