Pal lad iu in.
C15
sonders prachtvoll; es zeigt eine rotheKörperfarbe, mit metallischgrünem Schein.
Gewinnung des Platins.
C99. Das Piatin kommt, ähnlich wie das Gold, in gediege-nem Zustande in angeschwemmtem Sand vor; die Hauptlagersind am Ural, in Columbien und in Brasilien. Das Platin ist indem Sand in kleinen Körnern zerstreut, doch hat. man schon bis20 Pfund schwere Stücke gefunden. Der platinhaltige Sand wirdgewaschen, und hierdurch ein an Platin sehr reicher Sand erhal-ten, der ausserdem aber noch die steten Begleiter dieses Metalls,nämlich Osmium, Iridium, Palladium, Rhodium und Ruthenium,sowie auch Gold, Silber, Eisen und Kupfer enthalt; endlich sindnoch schwere Mineralien, wie Magneteisen, Titaneisen, Chrom-eisenstein, Schwefelkies u. s. w. beigemengt.
Enthalt der platinhaltige Sand einigermaassen ansehnlicheMengen von Gold , so zieht man dieses zuerst mit Quecksilberaus. Das auf mechanische Weise möglichst gereinigte Mineralwird hierauf in Königswasser aufgelöst, wobei man es in Glas-bjllons mittelst des Sandbades erhitzt; man nimmt hierbei einenUeberschuss von Salpetersäure, und setzt etwas Wasser zu, da-mit sich möglichst wenig Iridium löse, wodurch das Platin sprödewird. Die gesättigte Platinlösung wird abgegossen, durch ruhigesStehen geklärt, und hierauf mit einer concentrirten Salmiaklösungvermischt; der gefällte Platinsalmiak wird, wie trüher (091.) be-schrieben wurde, durch Glühen in metallisches Platin verwandelt.
Palladium.
Aequivalent: Pd = 53,2.
700. Ausser in Platinerzen, worin das Palladium in der Re-gel ein paar Procente ausmacht, kommt es in einem Golderz vonBrasilien vor, aus welchem letzteren es jetzt dargestellt und inden Handel gebracht wird. Man schmilzt den Goldstaub mitSilber zusammen und behandelt die feingekörate Masse mit Sa'-