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4U2 Bisen.
ligen Rückstand, den man mit etwa seinem gleichen Gewichtkohlensaurem Kali unter Zusatz von Eisenfeile in grossen guss-eisernen Kesseln im Flammfeuer erhitzt. Anfangs wird das koh-lensaure Kali zum Schmelzen erhitzt, und hierauf die Thierkohlenebst Eisen hineingebracht, wobei ein ziemlich lebhaftes Aufbrau-sen entsteht. Es bildet sich hierbei Cyankalium, welches bei derBehandlung mit kochendem Wasser sich löst, und mit dem Eisenunter Entwickelung von Wasserstoffgas in Ferrocyankalium undKalihydrat sich umsetzt:
3 KCy + Fe + 2 HO = FeCy -f 2KCy + KO . HO + H.
Bei Anwendung von roher Pottasche, welche viel schwefel-saure Salze enthält, findet sich in der geschmolzenen Masse Schwe-feleisen, und dieses verwandelt sich beim Kochen mit Cyankaliumäusserst leicht in Ferrocyankalium und Schwefelkalium:
3 KCy -(- FeS = FeCy + 2 KCy + KS.
Beim Verdunsten der Lösung krystallisirt das Blutlaugensalz.Diese Krystalle werden durch nochmaliges Auflösen in Wasserund langsames Krystallisireu rein erhalten.
Giesst man die Auflösung von Cyaneisenkalium zu den Lö-sungen der Metallsalze, so entstehen in vielen Fällen Nieder-schläge, welche durch ihre schönen Färbungen sehr bemerkens-werth sind, und häufig als Unterscheidungsmerkmale der verschie-denen Metalle benutzt werden. Bei diesen doppelten Zersetzun-gen wird nur das Cyankalium zersetzt, und an die Stelle dessel-ben tritt die Cyanverbindung des in der Lösung vorhandenen Me-talls, so dass ein neues Doppelsalz entsteht, in welchem das Cyan-eisen unverändert enthalten ist. Setzt man zu einer Lösung vonschwelelsaurem Kupferoxyd, CuO . SO,,, eine Lösung von Blut-laugensalz, FeCy -f- 2 KCy, so erhält man einen charakteristi-schen rothbraunen Niederschlag von der Formel: Fe Cy -(- 2 Cu Cy.In einer Lösung von schwefelsaurem Zinkoxyd, ZnO . S0 3 , be-wirkt das Blutlaugensalz einen weissen Niederschlag: FeCy-f- 2 Zn Cy. In ähnlicher Weise verhalten sich die anderen Me-tallsalzlösungen. In allen Fällen treten an die Stelle der 2 AeqKalium 2 Aeq. eines anderen Metalls. Man kann also annehmen,dass die mit dem Kalium oder den anderen Metallen verbundeneSubstanz eine innigere Verbindung ist, welche die Rolle von ein-fachen Stoffen, z. B. von Chlor, zu spielen vermag. Dieses Ra-di cal. FeCy 3 , hat den Namen Ferrocyan und das ZeichenCfy erhalten: die obigen Verbindungen sind hiernach: