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Kennzeichen der Kalisalze.
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Die Mutterlaugen der Varec-Soda oder des Kelp, aus welchendas Chlorkalium und schwelelsaure Kali auskrystallisirt sind, schei-den beim weiterin Einengen eine beträchtliche Menge von Jod-kalium ab
Cyankalium.
:i82. Am einfachsten stellt man das Cyankalium, KCy, durchGlühen des, unter dem Namen Blutlaugensalz, im Handelvorkommenden Doppelsalzes von Cyankalium und Cyaneisen dar.Das Cyaneisen wird hierbei allein zersetzt, und es hinterbleibtein Gemenge von Cyankalium mit einer unlöslichen Verbindungvon Eisen und Kohle. Bei der Behandlung des Rückstandes mitWasser löst sich das Cyankalium auf. und kann durch Abdam-pfen in würfelförmigen Krystallen erhalten werden. Wir werdenspater bei den Verbindungen des Eisens das Verfahren kennenlernen, nach welchem man das zur Darstellung des Blutlaugen-salzes verwendete unreine Cyankalium gewinnt.
Auch kann mau durch Zusatz von Cyanwasserstotfsäure zueiner alkoholischen Lösung von Kalihydrat das Cyankalium nieder-schlagen, da es in kaltem Alkohol wenig löslich ist. In feuchtemZustande zersetzt es sieh allmiilig, besonders in der Wärme, sowieauch die Kohlensäure daraus Blausäure entwickelt. Ks ist gittig
wie Blausäure-
Kennzeichen der Kalisalze.
383. Die Salze der Alkalien unterscheiden sieh von denSalzen aller anderen Metalloxyde dadurch, dass ihre Lösungenmit kohlensauren Alkalien keinen Niederschlag geben.
Die Kalisalze erkennt man ferner an folgenden Eigenschaften :
1. An den physikalischen Eigenschaften ihrer Salze, nament-lich daran, dass das schwefelsaure Kali wasserfrei, leicht krystalli-sirbar und von bedeutender Härte ist.
2. Durch die Eigenschaft, mit schwefelsaurer Alaunerde einDoppelsalz, den Alaun, zu bilden, das leicht in regulären Oc-taedern krystallisirt. Giesst man in die concentrirte Lösung einesKalisalzes eine concentrirte Auflösung von schwefelsaurer Alaun-erde, und schüttelt die Flüssigkeit, so schlägt sich ein krystalli-