Chlorkalium. 355
Scliwefelsalze des Einfach-Schwef'elkaliums.
379. Das Einlach -Schwefelkalium verbindet sich mit vielenelektronegativen Schwel'elmetallen zu wahren Salzen, aber mankennt bis jetzt nur wenige derselben genauer. Die wichtigstensind das Schwefelwasserstoff-Schwei'elkalium und das Schwefel-kohlenstoff-Schwefi'lkalium (Kalium-Sulfocarbonat).
Man stellt das Schwefelwasserstoff-Schwefelkalium durch Ein-leiten von Schwefelwasserstoffgas in eine Lösung von Kalihydratdar, und fahrt damit fort, so lange dasselbe noch aufgenommenwird; aus der concentrirten Flüssigkeit scheiden sich farblose Kry-stalle aus, deren Formel KS. IIS ist. Diese Verbindung entsprichtdaher genau dem Kalihydrat, KO.HO, wenn man in letztererVerbindung den Sauerstoff durch Schwefel ersetzt sich denkt.
Das Schwefelkohlenstoff-Schwefelkalium erhält man durchZusatz von Schwefelkohlenstoff zu einer alkoholischen Lösungvon Einfach-Schwefelkalium. Das Salz scheidet sich hierbei alsorangefarbener Absatz aus, und kann durch Auflösen in Wasseroder Alkohol umkrvstallisirt werden. Die Formel desselben ist:KS.CS».
Haloidsalze des Kaliums.
Chlorkalium.
380. Man kennt nur eine einzige Verbindung des Kaliumsmit Chlor, welche man durch Sättigung einer Lösung von Kali-hydrat oder kohlensaurem Kali mit Chlorwasserstoffsäure erhält.Beim Abdampfen scheiden sich würfelförmige Krystalle von was-serfreiem Chlorkalium, KCl, aus. Das specif. Gewicht desselbenist etwa 1,84. Es schmilzt in der Kothglühhitze, ohne sich zuzersetzen, und verdampft in höherer Temperatur.
In Frankreich stellt man das Chlorkalium aus der Varec-Soda dar; mit letzterem Namen bezeichnet man die beim Ver-brennen vor, Seepflanzen zurückbleibende Asche. Man sammelt