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Kalium.
Die Dichtigkeit des Kaliums beträgt 0,805 bei 15"; sie istdaher kleiner als die des Wassers.
An der Luft oxydirt sieh das Kalium rasch und überziehtsich mit einer Schicht Kaliumoxydhydrat (Kalihydrat), welchedie weitere Oxydation der inneren Theile eines Kaliumstückeserschwert, so dass eine etwas grosse Kaliumkugel erst nach län-gerer Zeit vollständig bis ins Innere oxydirt ist. Erhitzt manKalium an der Luft, so längt es Feuer und verbrennt mit vio-letter Flamme.
Das Kalium zersetzt das Wasser bei gewöhnlicher Tempe-ratur und macht daraus den Wasserstoff frei. Wirft man einStück Kalium auf Wasser, so rollt es auf der Oberfläche dessel-ben in Gestalt einer kleinen glänzenden Kugel umher, welchefortwährend abnimmt und von einer kleinen violetten Flammeumgeben ist. Diese Flamme rührt von der Verbrennung desdurch das Kalium entwickelten Wasserstoffs her. Sobald dieVerbrennung aufhört, wird die kleine Kugel mit grosser Gewaltzersprengt, und ihre Stücke fahren nach allen Richtungen umher,so dass man sich in Acht nehmen muss, um nicht Theile davonin die Augen zu bekommen, wodurch schlimme Zufälle entstehenkönnten. Man stellt den Versuch daher am besten in einer et-was tiefen Glocke (Fig. 117) an, die man nur zum Theil mitWasser füllt, oder man wirft das Kaliumstückin einen zur Hälfte mit Wasser angefülltenKolben. Wegen der leichten Veränderlichkeitdes Kaliums muss man bei der Aufbewahrungdesselben besondere Vorsichtsmaassregeln an-wenden. Gewöhnlich bewahrt man dasselbein Gläsern mit eingeriebenem Stopfen auf, diehierauf mit wasserfreiem Steinöl ganz ange-füllt werden. Das Steinöl ist eine Verbindungvon Kohlenstoff und Wasserstoff, welche durch Kalium nichtverändert wird. Aber auch hierin verliert das Kalium nach län-gerer Zeit seine metallglänzende Oberfläche, indem Sauerstoffaus der Luft aufgenommen wird; nur in zugeschmolzenen Glä-sern lässt es sich beliebig lange unverändert erhalten.
Das Kalium gehört zu den mit der grössten Verwandtschaftzu Sauerstoff begabten Körpern, und wird daher häufig angewen-det, wenn man den Oxyden Sauerstoff entziehen will. Wir ha-ben z. B. gesehen, dass man durch Zersetzung der Borsäure mitKalium Bor erhält (80.). Einige Körper können indessen instarker Hitze dem Oxyde des Kaliums Sauerstoff entziehen und
Fit;. 117.