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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Sauerstoffs alze.

phorwasserstoff, und hinterlassen phosphorsaures Salz. DurchSalpetersäure und Chlor werden sie in phosphorsaure Salze ver-wandelt.

Die uuterphosphorigsauren Salze unterscheiden sich von denphosphorigsauren Salzen hauptsächlich dadurch, dass sie Baryt-salze unter keinen Umständen fällen, während die phosphorigsau-ren Salze in neutraler Losung damit einen Niederschlag geben.

Arsensaure Salze.

348. Nur die Alkalisalze der Arsensäure sind in Wasserlöslieh, die Salze der übrigen Metalloxyde lösen sich dagegenleicht auf Zusatz von Säuren auf.

Erhitzt man irgend ein arsensaures Salz in einer kleinen, ameinen Ende zugeschmolzeneu Glasröhre mit Borsäure und Kohle,so sublimirt metallisches Arsen, welches sich in Form eines spie-gelnden Ringes an den höheren Theilen der Röhre absetzt.

Die Lösungen der Arsensäure entwickeln, wenn man sie ineinen Apparat bringt, in welchem Wasserstoff aus Schwefelsäureund Zink entwickelt wird, Arsenwasserstoffgas, welchem vielWasserstoffgas beigemengt ist. Leitet man dieses Gasgemengedurch eine zum Rothglühen erhitzte Glasröhre, so wird der Ar-senwaeserstoff zersetzt (120.) und das Arsen scheidet sieh alsspiegelnder Ring an den kälteren Theilen der Röhre ab. Ent-zündet man dagegen das Gasgemenge bei seinem Austritt ausder zu einer feinen Spitze ausgezogenen Glasröhre, so erhältman eine bläulich-weisse Flamme, aus welcher weisse Nebel vonarseniger Säure sich bilden, und welche auf einer in die Flammegehaltenen kalten Porcellanschale schwarze, metallähnliche Fleckenabsetzt. Durch diese Reaction kann man die geringsten Spureneines arsensauren Salzes, oder auch eines arsenigsauren Salzesentdecken, man wendet sie daher bei der Aufsuchung des Arsensin Vergiftungstallen stets an. Der Apparat hat den NamenApparat von Marsh erhalten.

Mau giebt ihm die in Fig. 11G dargestellte Form. In derFlasche A entwickelt man aus verdünnter Schwefelsäure durchZink Wasserstoffgas, und setzt, sobald die atmosphärische Luftdurch Wasserstoffgas verdrängt ist, die auf Arsen zu prüfendeFlüssigkeit durch die Röhre m n zu. Das Gemenge von Wasser-stoffgas und Arsenwasserstoffgas, welches hierauf sich entwickelt,geht durch die gebogene Röhre ab c, ferner durch die mit Baum-wolle gefüllte Röhre cd (worin mechanisch mitgerissene Theilchenzurückgehalten werden), und gelangt endlich in die dünne und