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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Charakteri stik.

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Jodmet al lc.

327. Die Jodmetalle geben bei der Behandlung mit concen-trirter Schwefelsäure sogleich einen bedeutenden Absatz von Jod;beim Erwärmen der Mischung entweichen stark violett ge-färbte Joddämpfe. Diese Reaction rührt von der leichten Zer-setzbarkeit der Jodwasserstoffsäure durch concentrirte Schwefel-säure her, wobei Jod, schwefelige Säure und Wasser ii-ei werden.Die Jodmotalle werden durch Chlor unter Abscheidung von Jodzersetzt. Die kleinsten Spuren von abgeschiedenem Jod lassensich in Lösungen durch die intensiv blaue Färbung des Stärk-mchls nachweisen (72.).

Die Lösungen der Jodmetalle geben mit salpetersaurem .Sil-beroxyd einen gelben Niederschlag, der in Salpetersäure und inverdünntem Ammoniak unlöslich ist.

Fluormetalle.

328. Die Fluormetalle entwickeln bei der Behandlung mitconcentrirter Schwefelsäure Dämpfe von Fluorwasserstoffsäure,die man an der Eigenschaft, das Glas zu ätzen, sogleich erkennt.Setzt man der Mischung Kieselsäure oder gestossenes Glas zu,so entweicht beim Erhitzen Fluorkiesclgas,. welches, sobald esmit Wasser zusammenkommt, sich unter Abscheidung von gal-lertartiger Kieselsäure zersetzt. Die Lösungen der Fluormetallewerden durch salpetersaures Silberoxyd nicht gefällt.

Cyanmetalle.

329. Die Cyanmetalle entwickeln, wenn man sie mit Schwe-felsäure oder Chlorwasscrstoffsäure behandelt, Cyanwasserstoff-säure, welche an ihrem Geruch leicht zu erkennen ist. Die .; schwächeren Säuren, wie Kohlensäure, entwickeln diesen Geruchnur mit den löslichen Cyanmetallen; die Cyanalkalimetalle zeigendenselben schon an feuchter Luit.

Die löslichen Cyanmetalle geben mit Eisenoxydulsalzen einenweissen Niederschlag, der an der Luft schnell blau wird.